Olten

Stadtrat strebt Geschlechtergleichheit bei Leitungs- und Kaderpositionen an

Geschlechtergleichheit herrscht nicht in Olten. (Symbolbild)

Geschlechtergleichheit herrscht nicht in Olten. (Symbolbild)

Lohngleichheit herrscht, stellt der Stadtrat von Olten fest und räumt gleichzeitig ein: Geschlechtergleichheit allerdings noch nicht. Dies die Kernaussage einer Medienmitteilung der Stadtkanzlei von Dienstag.

In einem Workshop ist die fünfköpfige Exekutive zum Schluss gekommen, die derzeit nicht gegebene Geschlechtergleichheit bei Leitungs- und Kaderpositionen anzustreben, aber auf eine Quotenregelung zu verzichten. Grund: Die Praktikabilität stehe diesem Ziel entgegen. Allerdings will der Stadtrat mindestens darauf achten, dass die Gleichheit bei den zur finalen Auswahl vorgelegten Bewerbungen erreicht wird. Auf der Ebene der Direktionsleitungen finden sich aktuell keine weiblichen Angestellten. Die Abteilungsleitungen stehen derzeit zu einem Drittel unter der Führung von Frauen.

Ferner legt der Stadtrat Wert auf die Feststellung, dass im Personalreglement Massnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie wie Mutter- und Vaterschaftsurlaub sowie die Möglichkeit von Teilzeitarbeit bei betrieblicher Vereinbarkeit enthalten sind. «Die Möglichkeit von Homeoffice wie auch das Abgebot von Betreuungsgutscheinen zur Unterstützung familienergänzender Kinderbetreuung bilden weitere Bausteine», so die Medienmitteilung. Bereits heute arbeiten in der Stadtverwaltung 51 Prozent der Angestellten zwischen 10 und 90 Prozent.

Den Zugang zum Arbeitsmarkt für Migrantinnen und Migranten erleichtern sollen Deutschkurse verschiedener Niveaus. Diese stehen Müttern mit Babys sowie Frauen und Männern mit Kinderbetreuungspflichten offen. (hub)

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