Die wichtigsten Ämter sind neu besetzt und der FC Olten ist somit wieder handlungsfähig. Dies ist die Quintessenz der ausserordentlichen GV vom Dienstagabend. Wie es sportlich weitergeht, ist dagegen noch lange nicht geregelt. Die erste Mannschaft liegt in der 2. Liga
inter mit acht Punkten aus zehn Spielen auf einem Abstiegsplatz. Zuletzt sassen nur drei Ersatzspieler auf der Bank. Das Fanionteam braucht im Winter etwa acht Zuzüge, um das Kader zu komplettieren. Zudem ist davon auszugehen, dass die Trainer Ryszard Komornicki und Petar Aleksandrov, die bis jetzt keinen Lohn erhalten haben, ihre Arbeit nach der Vorrunde beenden werden.

Die zweite Mannschaft kämpft in der 2. Liga ums Überleben. Vom Team, das im Juni den Aufstieg realisiert hat, sind nur noch eine Handvoll Spieler übrig. Diese Lücken wurden in der laufenden Vorrunde mit B-Junioren gefüllt. Doch das «Zwöi» ist in der 2. Liga überfordert. Acht von neun Spielen gingen verloren. In den letzten drei Partien musste ein Feldspieler ins Tor, da kein Goalie zur Verfügung stand. Und dies wohlgemerkt in der höchsten Regionalliga des Kantons. Der Tiefpunkt: Am Sonntag setzte es beim FC Iliria eine 0:11-Klatsche ab.

Um in der Rückrunde wieder konkurrenzfähig zu sein, benötigt das Team im Minimum zehn neue Kräfte. Dass insgesamt fast zwanzig Zuzüge, für beide Mannschaften, auf dem Kleinholz aufkreuzen, ist nicht realistisch. Daher müssen die Kräfte gebündelt und die beiden Equipen zusammengelegt werden. Damit die Junioren nicht weiter verheizt werden und die Aktiven keine Doppeleinsätze mehr bestreiten müssen. Auch wenn es schmerzt, die in den letzten Jahren so erfolgreiche zweite Mannschaft aufzulösen, ist es der einzige sinnvolle Weg. Den Luxus einer 2.-Liga-inter-Equipe und einem 2.-Liga-Team kann sich der FC Olten nicht leisten.