«The Voice of Switzerland»

Sie nahm keinen Gesangsunterricht und steht trotzdem im «Battle»

Iandara Brobecker singt.

Iandara Brobecker singt.

Iandara Brobecker aus Wangen bei Olten steht in der nächsten Runde bei der Schweizer Castingshow «The Voice of Switzerland». Gesangsunterricht nahm die 20-jährige dennoch nie.

Als Iandara Brobecker aus Wangen in der Schweizer Castingshow «The Voice of Switzerland» Edith Piafs «La vie en rose» anstimmte, machte Juror Marc Sway grosse Augen. In den nächsten 90 Sekunden – schon früh begleitet von stehenden Ovationen des Publikums und zweier Coaches, die sie in ihrem Team haben wollten – erlebte die Kandidatin ein Wechselbad der Gefühle. «Ich habe mich unglaublich gefreut, konnte es erst gar nicht glauben, doch ich wusste, dass ich erst einmal das Lied zu Ende bringen musste.» Damit schaffte es die 20-Jährige von den «Blind Auditions» in die nächste Wettbewerbsphase, die eines der «Battles».

Nahm bis heute noch nie Singunterricht

Iandara Brobecker, die zurzeit am kaufmännischen Ausbildungszentrum in Aarau lernt, kam «sehr früh» zur Musik. Am Fest zu ihrem sechsten Geburtstag sang sie zum ersten Mal einem grösseren Publikum etwas vor. Als sie in die Schule kam, wollte sie «unbedingt ein Instrument spielen». Sie besuchte acht Jahre lang den Schlagzeugunterricht, weil «Mädchen sich damals nicht für dieses Instrument entschieden». Es folgten die ersten kleineren Auftritte und die ersten Kompositionen eigener Lieder. «Obwohl Schlagzeug ein extrem cooles Instrument ist, merkte ich irgendwann, dass mir etwas fehlte: die Melodie.» So habe sie mit 14 Jahren eine Gitarre zur Hand genommen. Anfangs habe sie sich das Spielen selber beigebracht und Akkorde auf CD abgeschaut. «Mein Hauptinteresse galt stets dem Singen». Dafür hat sie jedoch bis heute nie einen Unterricht besucht.

(Quelle: youtube/srfthevoice)

Iandara Brodbecker singt in den Blind Auditions bei «The Voice of Switzerland»

Die Wangnerin bewarb sich per Video bei «The Voice of Switzerland». Einen Monat später bekam sie per E-Mail die Einladung zu den «Blind Auditions». Für den Auftritt wählte Iandara Brobecker «La vie en rose», Edith Piafs Chanson von 1945. Französische Chansons gefallen der 20-Jährigen «extrem gut. In diesen älteren Liedern ist alles sehr rein, man hört alles heraus.» Bei den «Blind Auditions» sei sie anfangs auf der Bühne gar nicht nervös gewesen. «Dass die Leute, als ich anfing zu singen, sich von ihren Stühlen erhoben und klatschten, hatte ich aber nicht erwartet.»

Selbstkritisch

Sie sei grundsätzlich, sehr kritisch mit sich, was Auftritte angehe, weil «ich immer das Gefühl habe, ich müsste es noch besser machen», sagt Iandara Brobecker. Nach den erfolgreich überstandenen «Blind Auditions»ist die Tocher eines Mechanikers und einer Hausfrau und (in Brasilien) Primarschullehrerin im kommenden «Battle» vom 23. Februar zu sehen. «Die Zeit bis dahin ist sehr spannend. Ich freue mich über die Erfahrungen, die ich als Künstlerin bei «The Voice of Switzerland» sammeln kann und auf die Erlebnisse mit anderen Sängerinnen und Sängern.»

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