Schutz für Kinder
Mehr Verkehrssicherheit: Volksauftrag verlangt Tempo 20 im Oltner Schöngrundquartier

Volksauftrag will Tempo 20 und die Einführung von Begegnungszonen im Oltner Quartier.

Urs Huber
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Übersichtlichkeit im Strassenraum begünstigt das schnelle Fahren im Schöngrund.

Übersichtlichkeit im Strassenraum begünstigt das schnelle Fahren im Schöngrund.

Bruno Kissling / Oltner Tagblatt

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist am 10. September 2021 im ­Oltner Stadthaus ein Volksauftrag eingereicht worden, der mehr Sicherheit im Strassenverkehr und die Schaffung von ­Begegnungszonen im Schöngrundquartier fordert. Vier Familien und Mitunterzeichnende aus besagtem Quartier beauftragen den Stadtrat mit einer umfassenden Verkehrsberuhigung in Form einer Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h.

«Die Idee fand ihren Anfang 2018», gibt Stefan Hagmann, einer der Erstunterzeichner, auf Anfrage zu verstehen. Festzustellen nämlich war in besagtem Quartier, dass zwar flächendeckend «Tempo 30» eingeführt wurde, sich aber nie eine nachhaltige Verkehrsberuhigung eingestellt hatte. «Speziell für quartierfremden Verkehr war nicht unbedingt klar, dass er sich in einer verkehrsberuhigten Zone bewegt», führt Hagmann weiter aus.

Bauliche Massnahmen würden gänzlich fehlen, monieren die Initianten in ihrem Auftragstext weiter. Diese wären nach deren Ansicht besonders wichtig, weil die teilweise weiträumigen Kreuzungsareale just zum Schnellfahren verleiten würden. Selbiges gilt nach deren Einschätzungen auch für die «grosszügigen Strassenareale um das Schulhaus Bannfeld».

Fortschreitender Generationenwechsel

Erschwerend fällt nach ­Ansicht der Initianten auch ins Gewicht, dass viele Haus- und Liegenschaftseingänge direkt in die Quartierstrasse münden. Die Trennung zum Strassenverkehr, etwa durch Trottoirs, entfalle gänzlich und sei auch technisch nicht zu korrigieren. «Das birgt zusätzliche Gefahren – insbesondere für Kinder», argumentieren die Initianten.

Ebenfalls halten die Unterzeichnenden fest, im Schöngrundquartier vollziehe sich ein fortschreitender Generationenwechsel. Viele junge Familien seien dorthin gezogen, die Quartierstrasse diene inzwischen vielen Kindern als Schulweg, Begegnungs- und Spielort.

Gemäss der Gemeindeordnung der Einwohnergemeinde Olten haben 30 in Olten Stimmberechtigte das Recht, dem Gemeindeparlament schriftlich Vorschläge zu unterbreiten. Diese sind wie Aufträge eines Mitgliedes des Gemeindeparlamentes zu behandeln und innert 6 Monaten nach Eingabe im Parlament zu behandeln.

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