Olten

Rund um den Seidenhoflochweiher ist jetzt aufgeräumt

«Der kleine Seidenhoflochweiher liegt in Olten auf 459 Metern über Meer. Den Weiher findet man im gleichnamigen Naturschutzgebiet (Seidenhofloch).» Diese Umschreibung findet sich auf schweizersee.ch. Tönt lieblich. «Natürlich präsentiert sich die Anlage jetzt im ungewohnten Bild», sagt René Wernli auf Anfrage. Was der Leiter des städtischen Werkhofs meint: Die Weiherlandschaft wirkt so, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Aber das werde sich rasch wieder ändern. Was jahrelang, ja jahrzehntelang vor sich hin wilderte, wurde neben verschiedenen anderen pflegerischen Massnahmen in den letzten Tagen entschlammt. «Zwei der vier Weiher zeigten sich mittlerweile komplett verlandet», so Wernli. Und in einem anderen fanden sich Goldfische. Ausgesetzt vernichten die gefrässigen Tiere die Pflanzen im Naturschutzgebiet sowie Larven und Laich der angesiedelten Amphibienarten.

«Die Arbeiten hatten zur Winterzeit zu erfolgen, eben aus Rücksicht auf die Tierwelt im Weiher», unterstreicht Wernli. Unter Anleitung der Biologin Gabriela Schenker, ihres Zeichens auch Halterin der Oltner Stadtschafe, waren auch 14 Zivilschützer der regionalen Zivilschutzorganisation Olten für insgesamt fünf Tage im naturpflegerischen Einsatz. Eigentlich waren sie als Einsatzkräfte für den Weihnachtsmarkt vorgesehen; doch wurde dieser bekanntlich abgesagt.

Derzeit präsentieren sich die Weiher mehrheitlich trockengelegt. «Vielleicht müssen wir beim Füllen via Feuerwehr etwas nachhelfen», sagt Wernli. Rund 42'000 Franken haben die Massnahmen gekostet, 32'000 davon übernahm der Alpiq Ökofonds.

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urs huber

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