Rickenbach

Roland Fürst: «Kommt, wenn etwas nicht rund läuft»

In den Räumlichkeiten von «Armandos’ Attraktionen AG» versammelten sich die Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten der Amtei Olten-Gösgen samt Partnerinnen und Partnern zum Erinnerungsfoto.

In den Räumlichkeiten von «Armandos’ Attraktionen AG» versammelten sich die Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten der Amtei Olten-Gösgen samt Partnerinnen und Partnern zum Erinnerungsfoto.

Im Untergäu fand am Samstagnachmittag das 13. Gemeindepräsidenten-Treffen statt.

Rickenbachs Gemeindepräsident Dieter Leu konnte am Samstagnachmittag rund 20 Amtskolleginnen und -kollegen sowie deren Frauen, Männer und Lebenspartner zum 13. Gemeindepräsidententreffen der Amtei Olten-Gösgen in der Firma Armandos’ Attraktionen AG an der Industriestrasse West 3 begrüssen.

Den Anfang machte der Apéro zu den Klängen der Musikgesellschaft Hägendorf-Rickenbach unter der Direktion von Alois Kissling. Danach verschoben sich die Gäste mit einem Bus der Busbetriebe Olten-Gösgen-Gäu (BOGG) hinauf in die Teufelsschlucht in Hägendorf.

Showtime in der Teufelsschlucht

Auf halber Höhe angekommen, entliess der Bus die Reisenden hinunter zur Schlucht, wo die Angestellten des Zweckverbandes Untergäu (bestehend aus der Gemeinde Rickenbach und der Bürgergemeinde Hägendorf mit Dienstleistungserbringungen in Wangen und Kappel) rund um Revierförster Jürg von Büren einen Festplatz unter dem Motto «Apéro am Feuer» eingerichtet hatten.

Nach einem Kurzreferat des Revierförsters zum Forstrevier Untergäu –er zeigte die Probleme der Forstreviere mit gesättigtem Markt und sinkenden Preisen sowie dem Rezept des Forstreviers Untergäu dagegen, der Gründung des Zweckverbandes Holzenergie Untergäu mit der Einrichtung von Holzschnitzelfeuerungen, auf – war Showtime angesagt: Das Team zeigte, wie ein grosser Baum im Hang gefällt wird, ohne den Jungwuchs zu beeinträchtigen. Forstwart Samuel Buess erklomm den 44 Meter hohen Stamm, kappte die Krone auf 23 Metern Höhe, und die anderen Mitglieder des Teams fällten danach den übrig gebliebenen Stamm. Schwindelfrei musste man dabei sein. Dieser Programmpunkt wurde musikalisch umrahmt durch den Jodlerklub Gäu unter der Direktion von Hansruedi Zihlmann.

«Der Schinken im Sandwich»

Danach ging es wieder per Bus zurück ins Armandos’ Attraktionen AG, wo Leu zunächst seine 1288 erstmals urkundlich erwähnte Gemeinde vorstellte. Interessant: Erst am 20. Mai 1754 erhielt Rickenbach vom Schultheiss von Solothurn den Dorfbrief und damit die Unabhängigkeit von Hägendorf. Interessant ebenfalls: Der letzte Bauernhof der Gemeinde wurde erst 1983 an die Trinkwasserversorgung angeschlossen. In den letzten Jahren habe sich das Dorfbild durch mässiges Wachstum verändert. «Wir sind der Schinken im Sandwich zwischen Hägendorf und Wangen», charakterisierte Leu seine 880 Einwohner umfassende Gemeinde.

Oberamtsvorsteherin Dorothé Berger zeigte sich beeindruckt von den gezeigten Vorstellungen in der Teufelsschlucht. Auch den Grillnachmittag schätzte sie. «Ich weiss nicht, wann ich zum letzten Mal eine Cervelat am Stecken gegrillt habe», bekannte sie. Sie würdigte die Zusammenarbeit mit den Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten und bekundete: «Es ist schön, mit Euch zusammenzuarbeiten.» Doch auch die Probleme würden nicht abnehmen: Die Sozialkosten würden stetig steigen, die Gemeindefinanzen würden überstrapaziert, und auch die Sanierung der Kantonalen Pensionskasse würde unter den Nägeln brennen. «Die Leistungen, die Ihr Gemeindepräsidenten erbringt, könnten nicht ohne die Unterstützung der Partner und Familienangehörigen erbracht werden.» Dies sei äusserst wertvoll, zeigte sich Berger überzeugt.

Regierungsrat Roland Fürst, Gunzgen, rief in seiner Ansprache in Erinnerung, dass er von 1993 bis 2007 selber Gemeindepräsident seiner heutigen Wohngemeinde gewesen sei und die Gemeindepräsidenten sowie ihre Sorgen verstehe. Er sei aus zwei Gründen gerne der Einladung nach Rickenbach gefolgt: Zum einen habe er selber vor seinem Amtsantritt in Gunzgen in Rickenbach gewohnt. Zum anderen sei es ihm ein persönliches Anliegen, ein Angebot der persönlichen Zusammenarbeit zu machen: «Kommt auf mich zu, wenn etwas nicht rund läuft», appellierte er an seine früheren Amtskolleginnen und -kollegen.

Lostorf ist 2015 an der Reihe

Ein gemütliches Beisammensein zum Auftritt und den Klängen der «Happy Singers» aus Fulenbach unter der Leitung von Andrea Buchli rundeten den geselligen Anlass ab. – Übrigens: Thomas A. Müller durfte von Dorothé Berger zur Kenntnis nehmen: Nächstes Jahr wird es an Lostorf sein, das 14. Gemeindepräsidenten-Treffen zu organisieren.

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