Die BN Bau-Net Holding AG mit Sitz in Kappel/SO, die ehemalige Arnold Kamber AG Hägendorf, erstellt auf dem Grundstück Ecke Industriestrasse West/Uelismatt in Rickenbach Büros, Lager und Werkstatt für ihre Tochterunternehmen A. Kamber AG, Merz Hoch- und Tiefbau, Merz Gipserunternehmung AG und BN Bau-Net Service AG. Der neue Werkhof wird quasi zum «Head Quarter» für rund 80 Mitarbeitende. Neue Stelle entstehen dabei allerdings keine, wie Bruno Fuchs, CEO der BN Bau-Net Gruppe auf Anfrage erklärt. Zur Gruppe, die rund 185 Mitarbeiter zählt, gehört auch die Hector Egger Bauunternehmung mit Sitz in Langenthal.

Am Spatenstich am Montag nahmen Bauherrschaft, Projektbeteiligte und Behördenvertreter teil. Maureen Scussolin aus der Abteilung Buchhaltung Personaladministration der Bauherrschaft, fiel dabei die Ehre zu, den veritablen Spatenstich mit den ersten paar Baggerschaufeln, die sich ins Erdreich gruben zu vollziehen.

Vielerlei Gründe

Platzverhältnisse, logistische Überlegungen und die Bündelung der verschiedenen Materialdepots und Räumlichkeiten an einem Standort waren ausschlaggebende Gründe, weshalb sich die BN Bau-Net Holding AG nach einem geeigneten Ort für einen neuen Werkhof umsehen musste.

Im März 2017 konnte das Grundstück Uelismatt mit einer Fläche von knapp 4300 Quadratmetern von der Bauherrschaft aus privater Hand erworben und ein massgeschneidertes Bauprojekt entwickelt werden. Der geplante Neubau besteht aus einer Lagerhalle mit einem dreigeschossigen Verwaltungstrakt entlang der Industriestrasse.

Die Gebäudefläche beträgt rund 1100 Quadratmeter mit ca. 550 Quadratmeter Büro- und 1250 Quadratmeter Lagerfläche und einer Maximalhöhe von 11 Metern. Die Einfahrt zum Werkhof erfolgt über die Uelismatt. Südlich der Halle befindet sich der Lagerplatz. Auf der Westseite entlang der Uelismatt führt eine überdachte Rampe zur Tiefgarage. Die Bauarbeiten dauern rund 10 Monate, sodass bereits ab Ende 2018 die 80 Mitarbeiter und 5 Lehrlinge von optimalen Voraussetzungen und abgestimmte Bau- und Prozessabläufen profitieren können.

Rund sieben Millionen schwer

Das rund sieben Millionen Franken schwere Vorhaben weist, entsprechend der Rickenbacher Richtlinien des Zonenreglements für Gewerbe- und Industriezone, eine Unterkellerung von mindestens zwei Dritteln der Gebäudegrundfläche auf.

«Diese Vorschrift haben wir eingeführt, um Landflächen effizienter nutzbar zu machen und damit den Landverbrauch einzudämmen», so Rickenbachs Gemeindepräsident Dieter Leu vor Ort nicht ohne Stolz. Rickenbach beschreitet auf diesem Gebiet Wege, die vielerorts noch längst nicht angegangen wurden.