Radarstatistik
Rechnungsfehler der Polizei: Bei Usego wurden nur 410 statt 912 Fahrzeuge geblitzt

Bei der Berechnung der Radarstatistik vom September sind der Polizei zwei Fehler unterlaufen: Bei der Lichtsignalanlage Olten Usego haben 410 statt 912 Personen die Geschwindigkeit und beim Postplatz Olten 20 statt 10 Lenker das Rotlicht missachtet.

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Die Zahl der Temposünder, die bei der «Usego» in Olten ins Netz gingen, ist gar nicht so hoch.

Die Zahl der Temposünder, die bei der «Usego» in Olten ins Netz gingen, ist gar nicht so hoch.

HR.Aeschbacher

Letzten Donnerstag wurde die Radarstatistik des Monats September an die Medien versendet. Darin stand: Bei der Lichtsignalanlage Usego in Olten wurden ganze 912 Fahrzeuge gemessen, die die Höchstgeschwindigkeit missachtet haben.

Bei den 912 «Blitzern» an der Solothurnerstrasse in Olten handelte es sich um die bisher höchste Zahl bei dieser Anlage und auch um die höchste aller festen Radaranlagen im Kanton. Zudem zeigten die monatlichen Statistikwerte bei der Usego einen starken Anstieg von 177 im Dezember 2012 auf 651 im Juli und dann auf 912 im September.

Jetzt stellt sich aber heraus: Es waren gar nicht so viele, die zu schnell über die Kreuzung fuhren. Statt der wie ursprünglich angegebenen 912 Fahrzeuge missachteten 410 die Geschwindigkeit. Das teilt die Kantonspolizei Solothurn am Mittwoch mit. Die Zahl 410 bedeutet «nur» den fünfthöchsten Wert der letzten 12 Monate.

Zweiter Fehler beim Rotlicht

In der ursprünglichen Meldung besteht noch ein zweiter Rechnungfehler. In Wirklichkeit haben doppelt so viele das Rotlicht beim Oltner Postplatz überfahren: 20 statt 10.

Man hätte einfach die falschen Zahlen zusammengerechnet, heisst es auf Nachfrage bei der Kantonspolizei zum Grund der Fehler. Die Zahlen der einzelnen Lichtsignal- und Rotlichtanlagen würden automatisch ins System eingespiesen. (ldu/cva)