Der EHCO konnte in jüngster Zeit beträchtliche Erfolge vermelden, steht der Verein doch nun mit Abstand an der Spitze der Nationalliga B (NLB) und ist seit 14 Spielen in Folge ungeschlagen. Diese Errungenschaften haben nicht nur Auswirkungen auf den Verein, sondern auch auf Olten und die angrenzende Region. Verschiedene Persönlichkeiten aus der Umgebung von Olten und der Welt des Eishockeys haben dazu ihre Meinungen und Erwartungen kundgetan.

Der Oltner Stadtpräsident und eingefleischte Fan, Martin Wey, ist sehr enthusiastisch: «Ich habe eine Riesenfreude. Das mittlere Drittel vom Donnerstag ist fast nicht zu toppen.» Einen Aufstieg in die Nationalliga A hält er für möglich, bleibt aber realistisch: «Die Infrastruktur ist auf bestem Weg, das Umfeld stimmt, die Mannschaft ist bereit. In der Nationalliga A wird es aber schwierig ohne entsprechende Sponsorengelder. Mir ist ein solider Aufstieg zu einem späteren Zeitpunkt lieber, als ein Auf- und gleich darauf wieder ein Abstieg.»

Für Urs Blaser von der Wirtschaftsförderung Region Olten ist der EHCO der Oltner «Leuchtturm» in der Sparte Sport: «Dass eine Mannschaft aus einer mittelgrossen Stadt solche Erfolge verbuchen und schwarze Zahlen schreiben kann, strahlt etwas aus. Dafür können sich die Verantwortlichen ein Kränzchen winden.» Einen Aufstieg in die Nationalliga A hält Blaser für möglich, ist jedoch vorsichtig: «Die Vereinsleitung muss sich das gut überlegen, es gibt viele Herausforderungen. Wenn sie die Chance aber hätten, fände ich es gut sie auch zu packen.»

Der Medienbeauftragte des Solothurner Regierungsrats, Dagobert Cahannes, gibt sich eher zurückhaltend. Er habe gesehen, dass die «Powermäuse» in letzter Zeit eine Gewinnserie hatten, beschäftige sich aber nicht mehr so intensiv damit: «Ich freue mich sehr für die Mannschaft, bin aber nicht mehr so nah am Geschehen wie früher.»

Stefan Aegerter vom Restaurant Chilchli in Bärenwil freut sich sehr über die gute Arbeit: «Vor einigen Jahren wäre der EHCO bei einem Spiel in Kreuzlingen fast in die 1. Liga abgestiegen, jetzt sind sie auf Platz eins der NLB. Das ist eine Genugtuung.» Auch er findet, dass die Mannschaft rein sportlich auf NLA-Niveau spielt. «Finanziell kann ich aber nicht sagen, ob das geht», so Aegerter. Falls der Aufstieg jedoch zur Realität wird, überlege er sich eine spezielle Aktion im Restaurant: «Es ist nichts geplant, aber so etwas wäre eventuell schon möglich.

Auch der Chefredaktor von TeleBärn, Werner De Schepper, ist erfreut über die glänzenden Resultate: «Ich glaube, sie ziehen das durch die Saison weiter. Lieber Erster in der NLB, als Letzter in der NLA.» Er freue sich deswegen auf die kommenden Spiele: «Ich sehe momentan keine Gegner für den EHCO, die Zukunft sehe ich rosarot.» Auch für die Stadt sei die Mannschaft sehr wichtig: «Was YB für Bern ist, ist der EHCO für Olten.»

Bei Barbara Colpi, Sportredaktorin beim Radio SRF, ist die Euphorie ebenfalls extrem gross: «Es hat sich abgezeichnet, aber ich freue mich sehr.» Ihre Eltern besässen schon seit 40 Jahren ein Abo für die Tribüne und hätten sie schon von klein auf mit zu Spielen des EHCO genommen, erzählt Colpi. Einen Aufstieg in die NLA hält Colpi unter Umständen für möglich: «Von der Mannschaft her ist das absolut drin, es muss aber mehr Geld in die Finger genommen werden.»

Auch für Sponsor Marc Thommen sind die Siege erfreulich: «Sponsoring ist Goodwill, also freut man sich umso mehr, wenn die Mannschaft Erfolg hat.» Den Aufstieg in die NLA sieht er eher kritisch: «Sportlich wäre das sicher machbar, verglichen mit der jetzigen NLA. Wirtschaftlich liegt das aber nicht drin, das Budget ist zu klein.»