Hägendorf

Paketdienstleister Quickpac fährt elektrisch vor

Ab Mai versorgt der Paketlieferer Quickpac seine Kundschaft von Hägendorf aus.

Ab Mai versorgt der Paketlieferer Quickpac seine Kundschaft von Hägendorf aus.

Der Paketdienstleister Quickpac schafft bis Ende Jahr rund 50 Vollzeitarbeitsplätze in Hägendorf und bedient von dort aus weite Teile der Nordwestschweiz.

Die Slogans klingen verführerisch: «Same Day Delivery» und «elektrisch unterwegs» als Alleinstellungsmerkmal. Die Rede ist vom Paketdienstleister Quickpac, der ab Mai die Paketzustellung im Mittelland startet: vom Standort Hägendorf aus, wo bis Ende Jahr rund 50 Vollzeitarbeitsstellen geschaffen werden.

Quickpac setzt dabei auf eigene Angestellte, die dem Gesamtarbeitsvertrag des Branchenverbandes KEP+Mail unterstehen. «Wir erzielen Kostenvorteile nicht durch die Beschäftigungsverhältnisse, sondern durch ein hoch produktives System und ein Produktangebot, bei dem wir mit einer so hohen Sendungsmenge rechnen, dass wir attraktive Preise anbieten können», lässt sich der Verantwortliche für Verkauf und und Personal, Bernard Germanier, in einer Medienmitteilung zitieren.

Für Nordwestschweiz unterwegs

Und so tragen ab Mai 16 Elektrofahrzeuge ab Hägendorf die Pakete in weite Teile der Nordwestschweiz: «Dadurch ist die Zustellung nicht nur umweltfreundlich, sondern auch geräuscharm», sagt Thomas Ulmann, Chief Operating Officer (CCO) von Quickpac. Deshalb könne Quickpac später am Tag zustellen als «traditionelle Paketdienstleister mit ihren dieselgetriebenen 3,5 Tönnern. Die Flotte in Hägendorf soll im Übrigen innerhalb der nächsten Monate verdoppelt werden. Gemäss eigenen Angaben ist Quickpac der erste Paketdienstleister Europas, der rein elektrisch unterwegs sein wird.

Und was unter «Same Day Delivery zu verstehen ist, definiert die Firma in ihrer Medienmitteilung so: «Bei zentraler Einlieferung bis um 12 Uhr erfolgt die Zustellung noch am selben Tag, bei direkter Einlieferung in den jeweiligen Zieldepots reicht sogar 15.30 Uhr.» Quasi Just in time also. Wenn die Sendung in den Ablagekasten passt, wird tagsüber geliefert, auf Wunsch des Kunden erfolgt die Zustellung zwischen 17 und 21 Uhr. Damit sollen vor allen auch Detailhändler angesprochen werden, die Pakete dezentral an unterschiedlichsten Standorten bereitstellen.

Neu am Konzept von Quickpac ist auch, dass die Pakete mithilfe eines farbigen Etiketts nach Zustelltouren und nach Reihenfolge der Ablieferung sortiert werden. Dieses Verfahren sei als Erfindung bei europäischen Patenamt angemeldet und ermögliche die Sortierung kostengünstiger, schneller und auf einer deutlich geringeren Hallenfläche. Quickpac wird im gleichen Zeitraum auch einen Standort in Winterthur eröffnen, der doppelt so gross sein wird wie jener in Hägendorf. Dort sollen bis zu 100 Vollzeitstellen geschaffen werden. «Mit der Inbetriebnahme dieser beiden Depots erreicht Quickpac 16 Prozent aller Haushalte in der Schweiz» schreibt der Paketdienstleister weiter.

Insgesamt will das Unternehmen, welches eine neue Abteilung der Quickmail AG darstellt, in der Schweiz an 15 Standorten vertreten sein. Die Quickmail AG war das erste Privatunternehmen in der Schweiz, das seit der Teilliberalisierung des Briefmarktes adressierte Sendungen zustellt. Sie wurde im August 2009 gegründet und stellt in der Schweiz adressierte Briefe, Mailings, Kataloge und Zeitschriften über 50 g für Geschäftskunden zu.

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