130 Millionen Franken sollen in den Ausbau des Säliparks investiert werden. Neben weiteren Verkaufs- und Büroflächen sind auch 75 Wohnungen vorgesehen, wo zudem eine Seniorenresidenz untergebracht ist. Die Immobilienfirma Giroud Olma AG will Olten durch den «Sälipark 2020» als einen dynamischen Lebens- und Arbeitsort positionieren.

Es läuft aber gar nicht nach dem Gusto der Oltner Firma. Diese schiesst nun gegen den Stadtrat. «Das Verhalten der Stadt erschüttert unser Vertrauen stark», wird Thomas Jung, Eigentümer der Giroud Olma in einer Medienmitteilung zitiert. Die Stadt halte sich nachhaltig nicht an Abmachungen. «Das widerspricht allen Regeln einer kooperativen Planung.» Und genau diese kooperative Planung sei auf Wunsch der Stadt durchgeführt worden.

Gestaltungsplan fehlt

Ende 2016 wurde der Gestaltungsplan für den «Sälipark 2020» erstmals von der Stadt Olten öffentlich aufgelegt. Aufgrund eines Formfehlers der Behörden musste die Auflage vor einem Jahr wiederholt werden. Der Regierungsrat hat im Herbst 2017 das Projekt in den kantonalen Richtplan aufgenommen. Damit war eine erste Hürde für den Ausbau geschafft.

Damit die Überbauung aber realisiert werden kann, braucht es einen rechtsgültigen Gestaltungsplan. Weil der Oltner Stadtrat bis heute weder den Gestaltungsplan beschlossen noch über die eingegangenen Einsprachen entschieden habe, «verletzt er damit seine zeitlichen Zusicherungen an die Bauherrschaft», so die Immobilienfirma Giroud Olma AG. Die Verzögerungen würden das weitere Vorgehen blockieren. Bisher seien bereist über fünf Millionen Franken investiert worden. 

Im November 2018 hätten die städtischen Behörden der Giroud Olma und der eng in die Planung eingebundene Migros Aare signalisiert, der Stadtrat werde bis Ende Januar 2019 über den Gestaltungsplan und die dagegen eingegangenen Einsprachen entscheiden. «Später hiess es, mit einem Entscheid könne ‹kaum vor Ende März› gerechnet werden», heisst es. Auch dieser Termin sei ungenutzt verstrichen. Die Bauherrschaft habe Anfang April beim Stadtpräsidenten nachgefragt und bis heute keine Antwort erhalten. (ldu)

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