Raumplanung

Olten spannt mit der Hochschule Rapperswil zusammen: Studierende zeichnen Olten neu

Welche Optimierungen an die Stadtplanung, wie hier an Olten Südwest, vornehmen? Studierende aus Rapperswil setzten sich ein Jahr mit Olten auseinander.

Welche Optimierungen an die Stadtplanung, wie hier an Olten Südwest, vornehmen? Studierende aus Rapperswil setzten sich ein Jahr mit Olten auseinander.

Ein Jahr lang haben Studierende in Stadt-, Verkehrs- und Raumplanung der Hochschule für Technik Rapperswil die Stadt Olten unter die Lupe genommen. Bachelorarbeiten könnten gar das künftige räumliche Leitbild beeinflussen.

Olten Südwest besser in die Umgebung einbinden? Zukunftsvisionen für das Industriegebiet? Verdichtungspläne oder eine velofreundlichere Stadt? Es mangelt nicht an Ideen, wie Olten in der Zukunft aussehen könnte. Die Stadt erstellt als Vorarbeit zur anstehenden Ortsplanungsrevision ein neues räumliches Leitbild. Als Anregung dazu könnten Arbeiten von Studierenden aus Rapperswil SG dienen.

Die dortige Hochschule für Technik ist der einzige Ort in der Schweiz, wo man Stadt-, Verkehrs- und Raumplanung studieren kann. Entsprechend pflegt die Hochschule einen engen Kontakt mit Raum- und Stadtplanern aus der ganzen Deutschschweiz; denn praxisorientiertes Lernen wird grossgeschrieben, sagt Pascal Honegger vom Studiengang.

Jedes Studienjahr seit 1979 führt deshalb eine Partnerschaft mit einer Gemeinde, gross oder klein, durch. Studenten aller Semester arbeiten anhand Ideen und Informationen, welche die Gemeinde vorgibt. Für Pascal Honegger ist das eine Win-win-Situation: «Studierende festigen das Erlernte an echten Beispielen. Die Stadt kann ihrerseits die Arbeiten der Studierenden als mögliche Lösungsansätze für ihre Stadtentwicklung verwenden.»

Im nächsten Jahr wird die Ortsplanung der Stadt Olten rediviert.

Im nächsten Jahr wird die Ortsplanung der Stadt Olten rediviert.

  

Studierende befassten sich ein Jahr lang mit Olten

Seit Anfang Herbstsemester 2019 arbeiten Studierende mit den Daten, Plänen und Anregungen der Stadt Olten, die kurz vor der Ortsplanungsrevision steht. «Die Direktion Bau wollte die Chance nicht verpassen und hat den Studiengang als Partnerstadt aktiv unterstützt », erklärt der Oltner Stadtplaner Lorenz Schmid. Die letzten Diplom- und Bachelorarbeiten werden in diesen Tagen abgegeben. Die Studierenden der früheren Semester befassten sich mit einfacheren Projekten – etwa dem Neugestalten einer Strasse.

Im fünften Semester haben sie bereits räumliche Leitbilder und Verdichtungsüberlegungen erstellt. «Die gewählten Themen sind vielfältig und spannend. Die Qualität der Zwischenresultate ist eindrücklich», sagt Schmid. Zwei Bachelorarbeiten seien so ausgezeichnet, dass sie sogar in die Arbeiten der Stadt zur Erstellung des neuen Leitbilds einfliessen könnten.

Studierende arbeiten dabei in Gruppen und werden von ihren Dozentinnen und Dozenten betreut. «Studierende müssen Umsetzungsmassnahmen vorstellen», sagt Pascal Honegger. In Olten drehen sich viele Themen um Verkehrsachsen und Fragestellungen rund um Velonetze und Erschliessung der Quartiere durch den ÖV.

Einige Studierende befassten sich mit der Idee, Olten velofreundlicher zu machen.

Einige Studierende befassten sich mit der Idee, Olten velofreundlicher zu machen.

  

Im Herbst dieses Jahres wird die Stadt Olten eine öffentliche Veranstaltung organisieren, um die Zusammenarbeit der Stadtplanung mit den Hochschulstudierenden vorzustellen. Auch ist die Veröffentlichung einer Broschüre vorgesehen. In den nächsten Monaten wird die Stadt Olten zudem die Anliegen der Bevölkerung im Rahmen der Erarbeitung des neuen räumlichen Leitbildes aufnehmen.

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