Olten

Ökologisches Engagement: Katholische Kirche erhält Umweltlabel «Grüner Güggel»

DCIM\100MEDIA\DJI_0092.JPG Stadtbild Stadtansicht Drohnenfoto Olten mit Martinskirche Altersheim St. Martin und geplanter Überbauung Ziegelfeldstrasse Bleichmattstrasse nördlich St. Martins-Kirche.

Stadtansicht mit Kirche und Altersheim St. Martin

DCIM\100MEDIA\DJI_0092.JPG Stadtbild Stadtansicht Drohnenfoto Olten mit Martinskirche Altersheim St. Martin und geplanter Überbauung Ziegelfeldstrasse Bleichmattstrasse nördlich St. Martins-Kirche.

Die Kirchgemeinde wird umweltfreundlicher und spart so Kosten.

Ein Jahr lang hat das Umweltteam der katholischen Kirche daran gearbeitet, die Ökobilanz der Kirchgemeinde Olten/Starrkirch-Wil zu verbessern und ein Umweltmanagement einzuführen. Nun erhielt die Kirchgemeinde das entsprechende Zertifikat und ist sie Trägerin des Umweltlabels «Grüner Güggel». Dies verkündete die Kirchgemeinde kürzlich in einer Mitteilung. Vergeben wird das Güggel-Label vom ökumenischen Verein «oeku Kirche und Umwelt», der 1986 gegründet wurde und sich mit Umweltfragen im kirchlichen Kontext auseinandersetzt. Das Label soll Kirchgemeinden helfen, Ressourcen zu schonen und somit der Schöpfung Sorge zu tragen.

Vergangenen Oktober veranstaltete die Kirchgemeinde einen Informationsabend zum Thema (wir berichteten). Es gab grosse Zustimmung für das Projekt. Nach einer Planungsphase konnte nun die Einführung in zehn Schritten erfolgen: Von der Evaluation über das Festlegen der wichtigsten Massnahmen bis hin zu einem externen Audit. Diese Etappen habe die katholische Kirchgemeinde erfolgreich durchlaufen. Der «Grüne Güggel» wirke sich auf alle Bereiche aus, wie die Kirchgemeinde in ihrem Schreiben mitteilt.

Der Kirchgemeindepräsident Theo Ehrsam fragt in seinem Vorwort zum Umweltbericht 2020–2023 rhetorisch: «Ist das ökologische Engagement unserer Kirchgemeinde eine reine Glaubensfrage oder ein Hype?» Er gibt die Antwort gleich selbst: «Weder noch, der vorgelegte Umweltbericht benennt unsere Aufgaben: Wir verringern Belastungen und Gefahren für die Umwelt durch geeignetes Verhalten und setzen dazu bestverfügbare Technik ein, soweit diese wirtschaftlich vertretbar ist.» Ab sofort würden nur noch energieeffiziente Geräte beschafft. Geheizt werde nur noch in Räumlichkeiten, wo die Wärme wirklich nötig sei. Bei der Pflege von Grünflächen sollen einheimische Gewächse bevorzugt und keine giftigen Pflanzenschutzmittel mehr verwendet werden. Auch bei den Reinigungsmitteln will man auf ökologische Produkte setzen.

Die Anstrengungen haben sich für die Kirchgemeinde bereits gelohnt: 2019 konnten die Energiekosten um weit mehr als 5000 Franken gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden. Dies entspreche einer Einsparung von 35 Tonnen CO2. Vergangenen November habe die Versammlung der Kirchgemeinde zudem entschieden, in St. Martin die bisherige Öl-und Gasheizung mit einer Erdsonden-Wärmepumpe zu ersetzen. Allein durch den Heizungsersatz sollen künftig jährlich 40 Tonnen CO2 eingespart werden. Angesichts dieser Erfolge sei die Zertifizierung mit Kosten von 7000 Franken eine lohnende Investition gewesen.

«Die Zertifizierung ist aber nicht das Ende des Prozesses», wie die Kirchgemeinde in ihrem Schreiben festhält. Im Bericht erläutert das Umweltteam, welche weiteren Massnahmen bis 2023 geplant sind. Auch die künftige Umweltarbeit der Kirchgemeinde soll regelmässig überprüft werden. Damit solle sichergestellt werden, dass das Umweltengagement zum festen Bestandteil des Gemeindelebens werde.

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