Olten

Neuer Gastgeber im Restaurant Terminus: «Nach dem Tief kommt wieder ein Hoch»

Der neue «Terminus»-Betreiber Nicolas Ambrosch im Bereich mit der neuen Tapete an der Wand und den neuen Stühlen.

Der neue «Terminus»-Betreiber Nicolas Ambrosch im Bereich mit der neuen Tapete an der Wand und den neuen Stühlen.

Das Restaurant Terminus in Olten hat mit Nicolas Ambrosch neu einen Gastgeber, der in der Küche auf die Region und einen Trend setzt.

Das Gastgewerbe ist einer der Branchen, die unter Corona am stärkten zu leiden hat. Mehrwöchiger Lockdown, nur beschränkte Auslastung nach der Wiedereröffnung wegen Abstandsvorschriften und nun das Bangen ums Wintergeschäft. Der neue Gastgeber Nicolas Ambrosch, der das Restaurant Terminus Anfang Jahr zusammen mit einem Geschäftspartner vom langjährigen Betreiber Kayhan Sabo übernommen hat, hat derzeit kein einfaches Los. Trotzdem steckt der 31-Jährige den Kopf nicht in den Sand: «Nach dem Tief kommt wieder ein Hoch», sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung. Anfang Jahr sei es sehr gut angelaufen. Dann kam Corona – und das Ziel, im ersten Jahr nach der Übernahme die Vorderjahre gleich zu toppen, rückte in weite Ferne. «2020 können wir abschreiben», sagt er.

Normalerweise sei das «Terminus» um diese Zeit für die Wochenenden im Dezember schon ausgebucht. Wegen Corona kann er die Reservierungen für Weihnachtsessen an einer Hand abzählen. «Entweder haben die Firmen diese gleich ganz abgesagt oder sie kommen nur in kleineren Gruppen.» Um das Geschäft anzukurbeln, hat er einen Flyer gedruckt, in dem er die eigenen Vorzüge anpreist – Ambrosch kann bei Bedarf auch den benachbarten Clubraum dazumieten, welcher seit Mitte Jahr geschlossen ist. «Wir sind froh um jedes Weihnachtsessen, das wir verkaufen können.» Erschwerend kommt hinzu, dass im Lokal derzeit nur für rund 50 Personen gestuhlt ist, unter normalen Bedingungen hätten bis zu 80 Leute im Restaurant Platz.

Ganze Kuh wird vom Kopf bis Fuss verwertet

Mit dem neuen Betreiber Ambrosch, der mit Unterbrüchen bereits im neunten Jahr im «Terminus» tätig ist und das ganze Team inklusive Küchenchef Pascal Peterhans vom Vorgänger übernommen hat, und wird die Küche regionaler ausgerichtet. Statt Rindfleisch aus Argentinien gibts ein Beefsteak oder einen Burger «von unser eigenen Kuh», wie es auf der Speisekarte heisst. Alle drei Monate lasse man sich ein ganzes Tier von einem Hof aus der Region liefern. «Von Kopf bis Fuss verwerten wir alles», sagt Ambrosch, der damit auf die inzwischen bekannt gewordene «Nose-to-Tail»-Bewegung setzt.

Statt nur die Edelstücke wie Filet oder Entrecôte zu servieren, kommen auch mal Leberli oder Zunge auf den Tisch. Zudem werden die eigenen Trockenwürste auch zum Kauf angeboten. Wer keine Lust auf Deftiges aus dem Fleischtopf hat, kann leichtere asiatische Speisen oder neu auch eine Auswahl von veganen und vegetarischen Gerichten servieren lassen.

Ebenfalls kleine Änderungen gibt es bei der Ausstattung. Die Wand rechts im Lokal wurde neu mit dem gleichen Muster wie in der Baroque Bar nebenan tapeziert, die ebenfalls zum Gastrobetrieb gehört. Die Wände sind neu gestrichen, die Holztische neu abgeschliffen, die Stuhle neu gekauft – in der rechten Hälfte des Lokals – und die Sitzbänke auf der anderen Seite im Restaurant werden neu bezogen. Was aber bleibt: Die gehobene Küche mit entsprechenden Preisen und der Name «Terminus». Dieser sei seit Jahren bekannt, sagt Ambrosch, der ursprünglich aus Stuttgart stammt.

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