Olten

Nach erstmaligen Gault-Millau-Punkten: «Cuisine mondiale» im Restaurant Zollhaus wird nicht teurer

Chefkoch Adrian Müller (links) mit seinem Bruder Roman, der derzeit Chef de Service ist.

Chefkoch Adrian Müller (links) mit seinem Bruder Roman, der derzeit Chef de Service ist.

Gault Millau zeichnet das Restaurant Zollhaus in Olten mit 14 Punkten aus – das sagt der 28-jährige Jungkoch Adrian Müller dazu.

«Zwei Handvoll Tische, eine winzige Küche und ein Paar, das seine Rollen perfekt beherrscht», beginnt der Restaurant-Guide Gault Millau in seinem Bericht zum Restaurant Zollhaus in Olten. Der Gastrobetrieb an der Bahnhofstrasse 4 wurde erstmals mit Punkten ausgezeichnet und dann gleich auf Anhieb mit deren 14. «Die Punktevergabe hat uns sehr gefreut», sagt Chefkoch Adrian Müller auf Anfrage. Der 28-Jährige leitet das Restaurant zusammen mit seiner Frau Sandra.

Mit der Punktzahl sind die beiden insofern zufrieden, als sie keine höhere Bewertung anstreben. Deshalb werde sich im Betrieb auch nichts ändern. Auch die Preise bleiben in Zukunft auf dem Level wie vor drei Jahren, als das «Zollhaus» eröffnet wurde. «Wir sind sehr zufrieden», sagt Müller. Das Geschäft laufe gut. Er freue sich über neue, aber auch auf die bisherigen Gäste.

Nicht nur der Gault Millau hinterlässt eine gute Rezension, sondern auch diverse Google-Nutzer: 4,8 von 5 Punkten erzielt das «Zollhaus» im Durchschnitt. 103 Kommentare wurden verfasst – die meisten lobend. Ein Nutzer schreibt: «Das Ambiente ist sehr gemütlich, das Servicepersonal ist höflich und das Essen sensationell.» Ein anderer bemerkt gar, das Essen sei ein Genuss für Gaumen und Augen. Das Restaurant könne er weiterempfehlen.

Der Gault Millau sieht das ähnlich und schreibt zum Essen: «Der Gang verrät die sichere Hand des Chefs, der seine Gerichte gern mit Anleihen aus der Cuisine mondiale unterlegt.» Das Angebot auf der Speisekarte reicht derzeit von Kalbfleisch mit Feigensenfsauce und Gemüse über Rehrücken mit Preiselbeersauce bis hin zu Rindsteak mit Café de Paris überbacken.

Es ist das erste Mal, dass das Restaurant Zollhaus von den Gault-Millau-Testern besucht und bewertet wurde. «Sie kamen unvorbereitet und ohne sich anzumelden», sagt Müller. Erst im Nachhinein habe er vom Besuch erfahren.

Paar wohnt mit Nachwuchs nicht mehr im «Zollhaus»

Das «Zollhüsli», wie es im Volksmund genannt wird, wurde vor drei Jahren vom jungen Ehepaar Adrian und Sandra Müller gekauft und wiedereröffnet. Die Liegenschaft war davor fast 100 Jahre im Besitz der Familie Leuenberger. Weil familienintern aber niemand mehr Interesse am Gasthof zeigte, verkaufte sie diesen an das junge Ehepaar. Dieses wollte unbedingt ein eigenes Restaurant führen und hatte bereits Erfahrung in der Spitzengastronomie. Adrian Müller arbeitete mit Spitzenköchen wie dem Deutschen Hans-Peter Hussong in Uetikon am Zürichsee zusammen. Seine Frau Sandra war Köchin im Kronenhof Pontresina im Engadin.

In die Gastronomie hat es auch Adrians Bruder Roman Müller verschlagen. Der
26-Jährige arbeitet im «Zollhaus» als Chef de Service, seit Adrian Müllers Frau im Mutterschaftsurlaub ist. Eine gewisse Zeit lang bewohnte das Paar einen Teil im ersten Stock des Restaurantgebäudes selbst. Die junge Familie wohnt mittlerweile nicht mehr oberhalb der Gaststube, aber immer noch in Olten. «Wir brauchten mehr Platz», sagt Müller.

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