Während einer Woche nahmen 45 Jugendliche im Alter von acht bis zwanzig Jahren am Musiklager Kisi in Zweisimmen teil. Dieses Lager, welches von jungen Musikantinnen und Musikanten aus zwölf Gemeinden aus der Region und dem angrenzendem Aargau besucht wurde, erlebte die 26. Auflage und geht auf die Initiative von Alois Kissling zurück.

Mit dem Abschlusskonzert in der Mehrzweckhalle Rickenbach wollte die Lagerleitung, vor allem den Eltern, beweisen, dass ihre Söhne und Töchter seriös, zielstrebig und erfolgreich gearbeitet hatten. Das Vorhaben ist gelungen, und wie! Aufgeteilt in eine Lagerband, eine Beginnerband und eine Concertband wurde auf der ganzen Linie Überzeugendes geboten.

Lagerleiter Christoph Egger dankte und lobte zugleich alle, welche zum guten Gelingen dieses in seiner Art nicht alltäglichen Lagers beigetragen haben. Die Dirigenten und Registerleiter, welche alle eine Woche ihrer Ferien zur Verfügung stellten und nicht zuletzt den Sponsoren, ohne deren Unterstützung die Durchführung gar nicht möglich wäre.

Die Lagerband, bei welcher sämtliche Teilnehmer mit ihren Leitern aufmarschierten, eröffnete das Konzert mit dem Marsch «Ravanello» von Walter Josef. Die 55 Musizierenden überraschten, unter der Leitung von Oliver Waldmann, gleich zu Beginn mit einer Homogenität, welche für ein ad Hock-Orchester keine Selbstverständlichkeit ist.

Musik und Erlebnisberichte

Das zahlreich erschienene Publikum wurde auf Anhieb in den Bann gezogen oder gar in die Herzen eingeschlossen. Wie schon zuvor wurden auch bei der Beginnerband die Vorträge durch die Jungs und Girls selber angesagt und dabei auch Erlebnisse aus dem Lager erzählt. Wie ein roter Faden kam dabei immer wieder die gute Verpflegung zur Sprache. Andreas Moser verstand es als Leiter vorzüglich, die zwölf Musizierenden ihren Möglichkeiten entsprechend zu führen.

Die Concertband, sozusagen die Elite, überzeugte auf der ganzen Linie. Für die drei Vorträge «Rock-Opening», «Hallelujah» und «Rhapsodia» stand Oliver Waldmann am Dirigentenpult. Die letzte Nummer, eine Komposition von Robert Finn, gehört zu den Standartvorträgen bestandener Musikvereine in der dritten Klasse an Wettspielen. Ohne zu übertreiben, dieser Vortrag hätte bei Juroren die Note «vorzüglich» erhalten.

Nur mit einem Löffel und einem Glas ausgerüstet, bot das Perkussions-Ensemble unter der Leitung von Fabian Gaberthüel, an Tischen sitzend, eine Show, welche durch Präzession, Mimik und Gestik Beifallsstürme auslöste.

Auch nach der Pause wurde mit gleichem Enthusiasmus weiter musiziert. Bedenkt man, dass sämtliches Notenmaterial erst am ersten Tag des Lagers ausgeteilt wurde und dadurch ein abendfüllendes Programm während einer Woche einstudiert wurde, erfährt das Konzert eine zusätzliche Aufwertung. Die offensichtliche Spielfreudigkeit übertrug sich auf das begeisterte Publikum, welches mit herzlichem Applaus nicht geizte.