Mein Olten
Mein Zukunftsolten

Konrad Schibli
Konrad Schibli
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Im Kino Palace zeigt jetzt ein indischer Kinounternehmer indische Filme.

Im Kino Palace zeigt jetzt ein indischer Kinounternehmer indische Filme.

Oliver Menge

Lieben Dank für die Zusendung Eurer Ideen für das Kino Palace-Mitwirkungsverfahren aus meiner letzten Kolumne. Die Tiny House-Idee findet Anklang. In anderen Teilen des Kantons werden die Häuschen schon Wirklichkeit und die Nachfrage ist enorm. Alternative und individuelle Wohnformen sind die Zukunft.

Aber apropos Zukunft: So gern ich in der Gegenwart bin und auch immer öfter – vielleicht altersbedingt – in der Vergangenheit schwelge, so interessiert mich wirklich die Zukunft. Und immer öfter auch die Zukunft anderer Menschen. Deshalb bin ich einer von acht Hosts im Zukunftsbüro, einer Bewegung vieler Zukunftsmachenden, welche in der ganzen Schweiz in regionalen Zukunftsbüros Gesprächsstunden anbieten. Wir sehen uns als Mutmachende für Menschen, die eine Idee haben, ein Projekt, ein Wunsch, eine Vision. Für Menschen, die vielleicht nicht weiterwissen, was sie mit ihrer Zukunft anstellen mögen – oder endlich ihre Träume erfüllen möchten.

Letztens war jemand bei uns: Er wollte sein eigenes Buch lancieren, hatte aber Angst seinen Job zu verlieren, wenn der Chef erfährt, dass er seine Zukunft im Coaching sieht. Eine Frau hatte einen innigen Wunsch, wie sie beruflich ihre Zukunft gestalten möchte, davon wusste aber nur ihre Tochter. Ein Physiker stand vor dem Schritt, ein Business in der Schweiz zu entwickeln, das es erst in den USA erfolgreich gibt. Er wollte von uns abholen, was wir vom Produkt halten, schlussendlich ging es aber um die Frage, warum er zögert, die Idee zu realisieren.

Vordergründig sind es immer sachliche Hürden und Herausforderungen. Tiefgründig sind es immer emotionale Themen. Wir wollen etwas, aber aus einem unbekannten Grund stagniert es und wir kommen nicht weiter. Innerlich spüren wir, dass wir locker woanders sein könnten, aber es ist so, als würde uns etwas Unbekanntes zurückhalten. Ich zum Beispiel habe bis Mitte vierzig bis zum Burnout geschuftet. Als ich mich gefragt habe, «warum das Ganze?», fühlte ich mich leer. Nach einem längeren Prozess fand ich tief in mich hinein und wusste, dass mein innerer Antrieb das Verwirklichen von Träumen ist. Nicht nur meine eigenen Träume, sondern die Träume vieler Menschen. Ich möchte Menschen inspirieren, ihre Träume zu leben. Das ist mein starkes Warum. Und ich richte alle meine Taten auf dieses Warum ein. Mein Warum wird immer mehr die Kultur meiner Firma prägen. Wenn Gäste zu uns ins Kino kommen, sollen sie das spüren – sie sollen inspiriert sein, vielleicht heute näher an ihr eigenes «Hollywood» zu kommen.

Was hat das mit Olten am Hut? Ich meine: Alles. Machen wir Olten zu einer Traumdestination, weil alle ihren Traum leben. Und wir vom Zukunftsbüro (es schreibt sich übrigens Zukunftbureau) sind für euch da. Wir sind immer zu zweit in den Gesprächen und stellen meist vor allem Fragen, geben selten auch Tipps und halten den Möglichkeitsraum offen. Für viele braucht es Mut zu uns zu kommen. Trotzdem ist es oft einfacher, sich mit jemandem «Fremden» über die eigenen Wünsche, Visionen, Ideen, Projekte usw. auszutauschen. und vielleicht sogar zu offenbaren.

In unserem Kino Palace erfüllt sich derzeit ein weiterer Traum. Ein indischer Kino-Unternehmer zeigt dort Indische Filme. Inderinnen und Inder aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland fahren an. Vielleicht holen sie sich ihre Inspiration für die Verwirklichung eines lang gehegten Traums?

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