Die Bevölkerung leistete Widerstand, weil sie sich andere Nutzungsmöglichkeiten vorstellen konnte, weil dadurch eine grosse Lücke in das «historische» Gebäude-Ensemble rund um den Zehntenplatz entstehen würde und weil die bauliche Grundsubstanz des Gebäudes als in Ordnung befunden wurde. Die Liegenschaft wurde seinerzeit von der Gemeinde aufgrund ihrer Nähe zum Schulareal erworben.

Auf private Initiative hin haben sich deshalb im Sommer 2018 verschiedene Behörden- und private Vertreter zu einem Gedankenaustausch getroffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Dabei wurde festgestellt, dass seitens der Schule ein Raumbedarf besteht. Der Gemeinderat hatte deshalb am 19. November entschieden, den Abbruch der Liegenschaft am Schulweg 1 im Moment zu sistieren. An der vergangenen Sitzung Mitte März hat der Rat nun beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die bis Ende 2019 ein mögliches Umnutzungskonzept für die Liegenschaft erstellt und deren Finanzierung prüft.

Weiter beriet der Gemeinderat an seiner Sitzung über das Projekt «Werkgebäude». Im Jahre 2011 wurde über verschiedene Standorte und Varianten des Werkgebäudes für Feuerwehr, Werkhof und Entsorgung beraten. Im April 2013 kam es zu einer Volksabstimmung über den Umbau des bestehenden Werkgebäudes. Das Kreditbegehren von 5,53 Millionen Franken wurde abgelehnt. Zwei andere grosse Projekte standen seither im Vordergrund – die Hauptstrasse Nord und die Schulraumplanung. Darum wurde das Projekt «Werkgebäude» auf Eis gelegt. Der Gemeinderat will das Projekt jetzt weiterbearbeiten und hat deshalb beschlossen, eine neue Projektgruppe einzusetzen. Bis Ende 2019 erwartet der Gemeinderat dazu einen Zwischenbericht. (MGT)