Leere Schaufenster

Initiative «Olten GO!» zeigt erste Erfolge: In Zukunft soll die Einkaufsstadt gefördert werden

Leere Ladenflächen sind in Olten keine Seltenheit. (Archiv: 07.2019)

Leere Ladenflächen sind in Olten keine Seltenheit. (Archiv: 07.2019)

«Olten GO», die Vermittlung leerer Schaufenster und Ladenflächen, läuft weiter und zieht nach sechs Monaten eine positive Bilanz.

Im Sommer 2019 wurde sie lanciert, die Idee «Olten GO». Auf Initiative von Gewerbe Olten, der Wirtschaftsförderung Region Olten und der Stadt Olten wurde die Vermittlungsplattform gegen leere Schaufenster und Ladenflächen ins Leben gerufen. Dreh- und Angelpunkt der Plattform ist Wirtschaftsförderer Rolf Schmid. Konkret können zwei Zwischennutzungen und eine Fixvermietung aus den letzten sechs Monaten verbucht werden. Die Plattform sei auf «gutes Echo» gestossen, so die Protagonisten. «Tendenziell werden eher kleinere Flächen gesucht», weiss Schmid. Die Herausforderung sei auch, Bedürfnisse von Nutzern und Raumanbietern unter einen Hut zu bringen. «Festzustellen ist natürlich auch, dass die Vermieter eher an längerfristigen Verträgen interessiert sind», so Schmid weiter. Demgegenüber neigen Betreiber von so genannten Pop-up-Läden eher zu kurzfristigen Engagements. «Gartenmöbel etwa werden halt innert drei, vier Wochen verkauft», so Schmid. Charakteristisch für dieses Geschäftsmodell seien kurze Fristen.

Manche springen auf den Zug auf

Es gibt hinsichtlich der potenziellen Vermieterschaft solche, die bei der ersten Kontaktaufnahme durch den Wirtschaftsförderer umgehend auf den Zug aufgesprungen sind oder sich sogar selber gemeldet haben. «Andere waren eher zurückhaltend», so Schmid, «der Idee im Grundsatz aber nicht abgeneigt.» Dritte setzen auf langfristige Engagements.

Die Bemühungen um die Wiederbelebung von Schaufenstern und Ladenflächen in der Stadt Olten ziehen auch weitere Kreise. So hat die Anlaufstelle etwa auch Gespräche geführt mit den Zuständigen weiterer Städte, die der selben Herausforderung gegenüberstehen. Im laufenden Jahr wird die Aktualisierung der Angebots- und Nachfrageliste vorangetrieben. Die Suche geht zudem weiter nach geeigneten Events, um die Besucherfrequenz zu Gunsten der Einkaufsstadt zu erhöhen. Angedacht ist auch die Einrichtung eines öffentlichen Stadtlabors an einem geeigneten Standort, wo Ideen rund um die Entwicklung der Einkaufsstadt Olten präsentiert werden können. Dazu Schmid: «Natürlich können auch andere Ideen vorgestellt werden, vielleicht auch solche zu Kultur- oder Jugendangeboten.» Die Palette sei breit.

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