Ursprünglich beabsichtigte der Zürcher Baulöwe Leopold Bachmann, auf dem 24 Hektaren grossen Baugebiet Olten SüdWest, das er sich vor rund acht Jahren für 20 Mio. Franken unter den Nagel riss, 2000 Wohnungen zu bauen.

Inzwischen wurden die ersten 420 Wohnungen, von denen bis heute erst 360 vermietet sind, realisiert. Diese erste Bauetappe stützt sich auf einen städtebaulichen Wettbewerb aus dem Jahr 2002 und den 2008 in Kraft getretenen Gestaltungsplan, der nun aufgrund des vorliegenden Masterplans bis Ende 2018 eine Anpassung erhalten soll.

Diese Anpassung will der breiten Skepsis gegenüber der urbanen Betonsiedlung, die an die monotonen Plattenbauten der ehemaligen DDR erinnert, Rechnung tragen. Einfach ausgedrückt, bedeutet das: Bei der Folgeplanung von Olten SüdWest soll das Urbane – dem Charakter einer Kleinstadt wie Olten entsprechend – etwas «verländlicht» werden.

Mit einer von Ost (zum Bahnhof Hammer) nach West (zur angrenzenden Schutzzone) variierenden Bebauungsdichte und einer attraktiven internen Arealerschliessung, die optimal an das Verkehrsnetz der Innenstadt anzubinden ist. Eine entsprechende Stadtteilverbindung wird somit zwingend.

Die Schaffung eines derartigen anziehenden Wohngebietes schafft rundum Gewinner und bringt Mehrwert für alle Betroffenen: Für die Dreitannenstadt ebenso wie für die Bewohner von Olten SüdWest und die Eigentümerschaft.

Letztere kann sich über das Engagement der Stadt sogar glücklich schätzen. Denn die derzeitige Lage auf dem Immobilienmarkt mit einem aussergewöhnlich hohen Leerwohnungsbestand dürfte bei der Eigentümerschaft, die in Olten SüdWest selber auf 60 leeren Wohnungen sitzt, den Fokus etwas verschoben haben – hin zu Qualität statt Quantität.