Amtsrichterwahlen Olten-Gösgen

Kandidaten im linken Lager können sich nicht einigen: Frau zieht sich trotz besserer Platzierung zurück

Regina Flury von Arx (Grüne) und der parteilose Markus Meyer-Engeler konnten sich in Gesprächen nicht einigen.

Regina Flury von Arx (Grüne) und der parteilose Markus Meyer-Engeler konnten sich in Gesprächen nicht einigen.

Obwohl Regina Flury von Arx im ersten Wahlgang 700 mehr Stimmen holte als Markus Meyer-Engeler, zieht sie sich zurück. Eine Einigung im linken Lager kam nicht zustande.

Amtsrichterwahlen Am 9. Februar 2020 kommt es zum Dreikampf um die beiden freien Amtsrichter-Sitze in der Amtei Olten-Gösgen: Die bestplatzierte des ersten Wahlgangs, Andrea Büttiker-Gysin von der CVP, der zweitplatzierte SVPler Lukas Bucher und der an vierter Stelle rangierte parteilose Markus Meyer-Engeler treten nochmals an. Zurückgezogen haben sich die beiden linken Kandidaten, die drittplatzierte Regina Flury von Arx von den Grünen und der letztplatzierte Dieter Ulrich von der SP.

Im linken Lager konnte man sich offenbar nicht auf eine gemeinsame Strategie einigen, wie eine Nachfrage ergibt. «Ich hätte gerne ein zweites Mal kandidiert», sagt Regina Flury von Arx. Man habe sich allerdings bei Gesprächen nicht gefunden. Konkret miteinander geredet haben Flury von Arx und Meyer-Engeler, der 700 Stimmen weniger holte als sie. Der 63-jährige Parteilose, der einst für die Grünen Kantonsrat war, wollte sich aber nicht zurückziehen. So reagierte Flury von Arx selbst und tritt trotz besser Ausgangslage zum zweiten Wahlgang nicht mehr an. «Zwei Kandidaten aus dem linken Lager vertragen sich nicht, weil so sonst die Stimmen aufgesplittet werden», sagt Flury von Arx.

Markus Meyer-Engeler sieht das anders. «Es wäre ideal gewesen, wir wären beide angetreten – eine Frau und ein Mann.» Er hätte sich vorstellen können, einen gemeinsamen Wahlkampf zu führen. Am 9. Februar sei die Ausgangslage nämlich eine völlig andere. «Alle Parteien müssen neu mobilisieren.» Wieso hat er sich als Viertplatzierter nicht zurückgezogen? Als Parteiloser verkörpere er die Unabhängigkeit. Das ist in seinen Augen die beste Voraussetzung, um dieses Amt auszuführen. «Seltsamerweise hat es sich eingebürgert, dass die Amtsrichter via Parteien besetzt werden.» Zudem sei er als ausgebildeter Mediator «sehr konflikterfahren» und sieht sich daher als gut geeignet an für das Amt. 

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