Olten

In der Stadt lohnt sich der Blick nach Oben: Prächtige Beispiele der Unterdächer

In Olten haben dekorierte Dachuntersichten eher Seltenheitswert. Aber prächtige Beispiele sind dennoch zu finden.

«Unterwegs in den malerischen Altstadtgassen sollten Sie unbedingt ab und zu den Blick nach oben richten: Eine Besonderheit bilden die mehr als 70 reich bemalten Dachuntersichten der Altstadthäuser. Ihnen verdankt Aarau seinen Beinamen «Stadt der schönen Giebel». So beginnt ein Hinweis von Aarau info, des zentralen touristischen Informationsbüros und der Geschäftsstelle des Vereins Aarau Standortmarketing (VAS) und des Verkehrsvereins Aarau und Region (VVA). Also nichts da von der Maxime «Lueg grad uus!» In Aarau streicht man diese Besonderheit mit der charmanten Lässigkeit einer Kantonshauptstadt hervor.

Kein Hauptort, aber Beispiele gibt’s schon

Nun, Olten ist kein Kantonshauptort. Und bislang ist auch noch niemand auf die Idee gekommen, die Stadt diesbezüglich besonders ins Rampenlicht zu zerren. Obwohl: Ein paar Trouvaillen finden sich durchaus, die einen Blick nach oben rechtfertigten und beweisen würden, dass der Anblick dieser Malereien oder Stuckaturarbeiten an Oltens historischen Gebäuden beziehungsweise an deren Dachuntersichten ein Augenschmaus sein kann. Auch wenn die Stadt in der Vergangenheit nicht eben als Paradebeispiel dafür galt, den Erhalt alter Bausubstanz voranzutreiben und Bausünden womöglich konsequent zu verhindern.
Dass der «Rathskeller» oder «Chöbu» auch diesbezüglich zu den ganz schmucken Häusern in der Stadt zählt, dürfte kein Zufall sein. Denn heisst ein Haus Rathskeller, so dürften dort auch Rathsherren verkehrt sein. Und wo Rathsherren verkehrten, dürfte der Sinn nach Tradition und Wohlstand auch nicht allzu fern sein. Denn wer sonst sollte sich Dekorationen leisten wollen, die im Normalfall niemandem auffallen oder fast gar nie Beachtung finden?

Hüten wir sie also, diese Dachuntersichten, die vom pfleglichen Geist ihrer Besitzer zeugen. Denn ohne sie, die verzierten Dachuntersichten, wäre die kleinstädtische Welt doch mehr als eine Spur ärmer.

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