Der Gemeinderat befasste sich an den letzten beiden Sitzungen intensiv mit dem Budget 2018. Die Finanzkommission wies in ihrem Begleitschreiben darauf hin, dass im finanziellen Leitbild 2018–2021, welches vom Gemeinderat im August 2017 beschlossen wurde, die Kennzahlen definiert sind, deren Zielwerte eingehalten werden müssen.

Aufgrund der guten Jahresabschlüsse und ausserordentlichen Landverkäufen in den letzten Jahren konnten die Schulden markant auf momentan 4 Millionen Franken reduziert werden. Die budgetierten und geplanten Investitionen 2017 bis 2022 von rund 16.5 Millionen lassen aber die Schulden bis 2022 wieder auf rund 7,5 Millionen Franken steigen.

Dies insbesondere aufgrund des ungenügenden Selbstfinanzierungsgrades. Gemeinderat und Ressortchef Finanzen, Florian Wüthrich, wies in seinem Eintretensreferat nochmals explizit auf das finanzielle Leitbild hin, das es einzuhalten gilt. Insbesondere gelte es ein Augenmerk auf die Investitionen zu legen.

Das Budget wurde in der Folge kritisch durchberaten. Schliesslich resultierte ein Ertragsüberschuss von 185'000 Franken sowie Nettoinvestitionen von knapp 4,6 Millionen Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad präsentierte sich mit knapp 28 Franken nach wie vor unter der vom finanziellen Leitbild her erwünschten Vorgabe von 80 bis 100 Franken.

Hingegen senkte man die Pro-Kopf-Verschuldung auf noch 493 Franken. Aufgrund des massiven Schuldenabbaus, den stabilen Steuererträgen und dem geplanten Neubau eines Schulhauses erachtet der Rat den Selbstfinanzierungsgrad als verantwortbar.

Das Budget der Investitionsrechnung für das Jahr 2018 schloss bei Ausgaben von 6,05 Millionen und Einnahmen von 1,45 Millionen mit Nettoinvestitionen von 4,6 Millionen Franken ab. Bei den Spezialfinanzierungen resultierte bei der Abwasserbeseitigung wie auch bei der Abfallbeseitigung ein vertretbarer Aufwandüberschuss.

Fazit aus Sicht des Gemeinderats: Mit dem vorliegenden Resultat des Budgets 2018 dürfe man zufrieden sein. Es gelte aber für nächstes Jahr klar, die angestrebten Sparbemühungen konsequent umzusetzen. Florian Wüthrich als verantwortlicher Ressortchef Finanzen wies in seinem Schlusswort eindringlich darauf hin, dass sich der Rat an der Klausurtagung entsprechend Gedanken machen muss. Der Rat verabschiedete das so genehmigte Budget schliesslich einhellig zuhanden der Gemeindeversammlung.

Rückerstattungszins wird gesenkt

Die Finanzkommission war der Meinung, dass der Rückerstattungszins von aktuell 3 Prozent dem derzeitigen Zinsniveau angepasst werden soll. Abklärungen in der Region haben ergeben, dass die Sätze auch andernorts gesenkt wurden.

Der Vorschlag der Kommission lautete, die jeweiligen Zinssätze an den Mitgliedersparkontozins der Raiffeisenbank Untergäu (aktuell 0,1 Prozent) oder an den von der Schweizerischen Nationalbank publizierten durchschnittlichen Zinssatz auf Spareinlagen für Privatkunden (aktuell 0,05 Prozent) anzulehnen.

Der Rat war sich schnell einig, auf den von der Schweizerischen Nationalbank publizierten durchschnittlichen Zinssatz von 0,05 Prozent auf Spareinlagen für Privatkunden abzustellen. In diesem Sinne wurde der Änderung des Steuerreglements zuhanden der Gemeindeversammlung einhellig zugestimmt.

Die Grüneimer sind zu schwer

Für die Sammlung des Grüngutes wurde von den Landwirten eine Anhängervorrichtung angeschafft, damit schwere Container nicht mehr von Hand geleert werden müssen. Da die 75-Liter-Behältnisse ursprünglich von der Gemeinde forciert wurden, sind noch viele dieser runden 75-Liter-Eimer im Einsatz.

Diese können nicht an der Anhängevorrichtung angehängt werden. Die Eimer sind teilweise sehr schwer und mühsam von Hand zu leeren. Laut Unfallversicherer Suva liegt die zumutbare Last für Männer zwischen 18 und 50 Jahren bei 21 Kilo und bei Männern ab 50 Jahren bei 16 Kilo.

Ein mit Rasenschnitt gefüllter 75-Liter-Eimer wiegt rund 45 Kilo. Wenn der Rasenschnitt nass ist, erhöht sich das Gewicht entsprechend. Die Landwirte leeren bei ihren Touren viele solcher schweren Eimer, was aus gesundheitstechnischer Sicht zu vermeiden wäre.

Aus den genannten Gründen soll deshalb ab 2018 eine Containerpflicht für Grüngut eingeführt werden. Dazu sind Anpassungen beim Abfallreglement der Gemeinde nötig. Künftig sollen Container mit einem Fassungsvermögen von 120, 140, 240 und 800 Litern zugelassen werden, welche mit Jahresgebührenmarken für Gartenabraum oder einer einzelnen Gebührenmarke für Gartenabraum zu versehen sind.

Der Rat hat den Anpassungen des Abfallreglements zuhanden der Gemeindeversammlung zugestimmt und die Infrastrukturkommission gleichzeitig beauftragt, eine Übergangsregelung zu formulieren, die dann an der Gemeindeversammlung dem Stimmbürger präsentiert wird.