Der Gemeinderat ist der Ansicht, die Primarschule Hägendorf verfüge über eine funktionsfähige Schulführungsstruktur. Um eine so schwerwiegende Beurteilung (nicht tolerierbare Defizite und Probleme; die Funktionsfähigkeit der Schule ist beeinträchtigt und es besteht dringender Handlungsbedarf) auszusprechen, müsse die Grundlage (ESE-Bericht, Arbeit des ESE-Teams) qualitativ über jeden Zweifel erhaben sein, teilt er in einer schriftlichen Stellungnahme mit.

Es gebe aber zu viele Ungereimtheiten, falsche Interpretationen, Bewertungen, negative Pauschalaussagen von Einzelnen, ohne Erhärtung von Beispielen. Der Bericht widerspreche zudem in Teilbereichen den Fakten.

«Kein Handlungsbedarf»

Entgegen dem ESE-Bericht ist der Gemeinderat Hägendorf der Auffassung, dass es eine pädagogische Führung gebe: «Es konnten in der Vergangenheit (vor der Evaluation) aus Ressourcengründen nur nicht alle Bereiche abgedeckt werden.» Mit der Anstellung der Co-Schulleitung sei dies nun der Fall. Es bestehe in diesem Bereich kein dringender Handlungsbedarf, da dieser bereits vor dem Eintreffen des ESE-Teams von der Schule erkannt worden sei. Entsprechende Massnahmen habe man getroffen und bereits umgesetzt.

Auch der Vorwurf hinsichtlich mangelnder Personalführung entspreche nicht den Tatsachen, betont der Gemeinderat weiter. Zwar sei eine gewisse Zeit, in Absprache mit der kommunalen Aufsichtsbehörde, auf Unterrichtsbesuche verzichtet worden.

Doch mit Lehrpersonen habe es viele Besprechungen gegeben (individuelle Weiterbildung, Beratungsgespräche usw.). Auch habe die Schulleitung Unterstützung bei schwierigen Elterngesprächen geleistet und bei Schlichtungen von Streitgesprächen mitgeholfen. Und es seien ebenfalls Mitarbeitergespräche geführt worden. (bn)