34 Stimmberechtigte nahmen am Mittwochabend an der Budgetgemeindeversammlung der christkatholischen Kirchgemeinde Region Olten im Kirchgemeindehaus Olten teil. Präsident Kurt Stutz orientierte die Versammlung über den Nutzungsvertrag von Stadtkirche und Sockel zwischen der Kirchgemeinde und der Stadt Olten.

Dieser sieht «eine grösstmögliche Nutzung der sakralen Räume sowie eine Partnerschaft auf Augenhöhe» vor, wie Stutz erklärte. Der Stadtrat hat den Vertrag, der der Kirchgemeinde 230'000 Franken zusichert und der Stadt im Gegenzug das uneingeschränkte Nutzungsrecht von Kirche und Sockel zubilligt, an seiner Sitzung vom Montag abgesegnet. Die Versammlung hat den Kirchgemeinderat einhellig ermächtigt, die Vereinbarung ebenfalls zu unterzeichnen.

Sie wird per 1. Januar 2018 in Kraft treten, ist auf zehn Jahre ausgerichtet und danach innert 365 Tagen kündbar, sofern nicht etwas anderes vereinbart wird.

Peter Schibli, Baukommissionspräsident, orientierte die Anwesenden über den Stand der Dinge im Zusammenhang mit der Renovation der Stadtkirche. Die Innenraum-Renovation schreitet zügig voran, und die letzten Arbeitsvergaben für Chorraumgestaltung, elektrische Anlagen sowie die Ausstattungen von Pfarrbüro, Sekretariat und Teeküche konnten getätigt werden.

«Wir bewegen uns bezüglich der Finanzierung nach wie vor innerhalb des Budgets und werden auch die Termine einhalten können», erklärte Schibli. Die Wiedereröffnungs-Feierlichkeiten sind für das Wochenende vom 8. und 9. September 2018 vorgesehen.

2,87 Millionen beisammen

Fundraiser Gery Meier durfte informieren, dass die Sammelaktion zuhanden der Stadtkirchen-Renovation bis zum Datum der Gemeindeversammlung 2,87 Millionen Franken einbrachte – inklusive des Beitrags in der Höhe von 230'000 Franken, den das Stadtparlament Ende November gesprochen hatte. «Wir sind zuversichtlich, die Drei-Millionen-Grenze bald geknackt zu haben», so Meier.

Doch man dürfe sich nicht auf den bisherigen Lorbeeren ausruhen. «Es sind weiterhin Beharrlichkeit, Durchsetzungsvermögen und viel Überzeugungsarbeit gefragt, um weitere Beitrags-Zusicherungen zu generieren», mahnte er an.

Budget mit Defizit

Die Anwesenden genehmigten ohne Gegenstimme den Voranschlag pro 2018, der ein Defizit von 54'910 Franken vorsieht. Es sind Netto-Investitionen in der Höhe von rund 2,323 Millionen Franken vorgesehen, wobei der Löwenanteil die restlichen Kosten zur Renovierung der Stadtkirche umfasst und, wie erwähnt, separat abgerechnet wird. Dazu dient auch die Steuererhöhung von 18 auf 20 Prozentpunkte, die vor einem Jahr beschlossen worden war.

Die restlichen 50'000 Franken sind für den Umbau des ersten Stocks im Kirchgemeindehaus vorgesehen, da Pfarrbüro und Sekretariat in die neu renovierte Kirche zügeln werden.
Vorgesehen ist, die freiwerdenden Räumlichkeiten als Büroräume oder Ähnliches zu vermieten. (bw/otr)