Die Schwingerfreunde Hägendorf möchten am 2. August 2020 das Nordwestschweizerische Schwingfest in Hägendorf durchführen. Geplant ist der Anlass im Bereich der Raiffeisen-Arena und des Fussballplatzes Breite. Die Schwingerfreunde haben mit dem Fussballclub Abklärungen vorgenommen und ein grundsätzliches Einverständnis erhalten.

Ebenfalls liegt das Einverständnis des nordwestschweizerischen Verbandes vor. Als Landbesitzerin hatte nun der Gemeinderat an seiner letzten Sitzung zu entscheiden, ob man den Schwingern die Anlagen zur Verfügung stellen will oder nicht.

Die primären Bedenken beziehen sich auf den Zustand des Trainingsfeldes, nachdem Sägemehl-Plätze und Tribünen dort gestanden haben, insbesondere bei schlechtem Wetter. Dies in Bezug auf unmittelbar oder später auftretende Schäden.

Um diese zu beurteilen, wurde ein Experte beigezogen. Der Gemeinderat hat zugestimmt, den Schwingerfreunden den Platz für das Fest zu überlassen. Dies unter der Bedingung, dass der Club Rückstellungen für Wiederinstandstellungen budgetiert und eine Versicherung abschliesst.

Kindergarten Bach

Im Nachgang zur Gemeindeversammlung gilt es nun zu klären, wie betreffend dem Kindergarten Bach weiter vorgegangen werden soll. So ist zu prüfen, ob künftig die Kindergärten zentral (Bereich Späri) oder dezentral (Quartiere) angesiedelt werden sollen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Die aktuellen Zahlen belegen, dass im Einzugsgebiet des Kindergartens Bach die Quote der Kinder, welche einen Deutschkurs belegen sollten, bei etwas mehr als 50 Prozent liegt. Fabian Lauper, der Ressortleiter Bildung, wurde mit der weiteren Bearbeitung des Themas beauftragt.

Projekt start.integration

Menschen, die neu in die Schweiz einreisen, müssen sich an unsere Gepflogenheiten gewöhnen. Dies unabhängig von Sprache oder Herkunft. Mit dem Projekt start.integration wird die Integration von ausländischen Einwohnern an ihrem Wohnort im Kanton Solothurn verstärkt. Seit Jahresbeginn wird dieses niederschwellige Angebot von der Einwohnergemeinde wahrgenommen.

Der Lead liegt bei Stefanie Grob von der Einwohnerkontrolle. Primäres Ziel ist es, Kenntnisse über Lebensbedingungen und im Bedarfsfall weitere Ansprechstellen zu vermitteln. Hierfür werden den Neuzuzügern, welche erstmals in der Schweiz Wohnsitz nehmen, schriftliche Informationen ausgehändigt.

Im Bedarfsfall findet eine mündliche Information statt. Die Gemeinde kann konkrete Leistungen einfordern wie etwa Sprachkurse, welche vom Kanton subventioniert werden. Weigert sich der Zuzüger, die geforderten Leistungen zu erbringen, sind Sanktionen durch den Kanton denkbar.

Informationen dazu erhalten die Gemeinden im Mai an einer Infoveranstaltung. Die Gemeinde hat bis heute für start.integration keine zusätzlichen Ressourcen geschaffen. Der Kanton entschädigt die Aufwände pauschal.

Neuer Friedensrichter gesucht

Friedensrichter Ernst Sutter hat aus gesundheitlichen Gründen demissioniert. Der Gemeindepräsident Andreas Heller hat sich nach dem Vorgehen bezüglich einer Rekrutierung erkundigt. Empfohlen wird eine Ausschreibung. Ein Friedensrichter muss Wohnsitz in Hägendorf haben und stimmberechtigt sein. Eine juristische Ausbildung ist nicht Bedingung. Der gekonnte Umgang mit der Sprache, eine gute Argumentationsfähigkeit sowie gute soziale Kompetenzen sind Voraussetzung. (mgt/otr)