Hägendorf

Gemeinderat entscheidet: Hallenbad geht vor Sanierung nicht mehr auf

Das Hallenbad soll nach der Sanierung im Oktober 2021 wieder geöffnet werden.

Das Hallenbad soll nach der Sanierung im Oktober 2021 wieder geöffnet werden.

Die Kosten für eine zwischenzeitliche Nutzung wären zu gross, entschied der Gemeinderat. Ausserdem wurden noch weitere Themen wegen des Coronavirus behandelt.

Der Hägendorfer Gemeinderat hat sich an seiner vergangenen Sitzung auch mit den Folgen des Coronavirus beschäftigt. So hat die Kita Kinderdach beim Gemeindepräsidenten um finanzielle Hilfe angefragt, weil der Betrieb wegen den Bunds- und Kantonsvorgaben eingeschränkt ist und zu empfindlichen Einnahmeausfällen führt. Der Gemeinderat ist gemäss Mitteilung zwar der Meinung, dass die Kita gestützt werden müsse, aber sieht sich nicht selbst in der Verantwortung. Die Kita müsste die Bundes- und Kantonshilfen in Anspruch nehmen und mit den Banken eine Lösung suchen, teilt der Gemeinderat mit.

Noch ist offen, wann das Schwimmbad nach der Schliessung wegen der Vorgaben des Bundes wieder eröffnet werden kann. Sicher sei nur, dass das Bad wegen Sanierungsarbeiten ab den Sommerferien geschlossen sein werde. Der Gemeinderat hat nun darüber diskutiert, ob das Hallenbad in der Zwischenzeit wieder in Betrieb genommen werden sollte. Dies würde allerdings einiges an Aufwand bedeuten und Kosten verursachen. Der Gemeinderat hat daher einstimmig entschieden, dass das Hallenbad, auch wenn eine Öffnung zwischen dem bisherigen Notstand und Sommerferien möglich werden sollte, bis nach der Sanierung geschlossen bleibt. Die Arbeiten für das 3,4-Millionen-Projekt sollen in diesem Juni beginnen und das Hallenbad nach der Sanierung im Oktober 2021 wiedereröffnet werden.

Sanierungsauftrag der Wasserleitung Hagrain erteilt

Die Einwohnergemeinden sind gemäss Planungs- und Baugesetz verpflichtet, die privaten Strassen, welche sich in den Bauzonen befinden und zu öffentlichen Erschliessungsanlagen bestimmt sind, zu übernehmen und soweit erforderlich auszubauen. Die Entschädigung richtet sich nach dem Enteignungsrecht. In der Vergangenheit wurden bei Übernahmen 180 Franken pro Quadratmeter entschädigt. Aufgrund einer Einsprache wurde das Vorgehend der Gemeinde rechtlich geprüft und erneut beurteilt. Die Schätzungskommission hat im Zuge der Behandlung festgehalten, dass bei einer Übernahme von Strassen, welche sich im Erschliessungsplan befinden, kein Schaden entsteht, weil die Strasse keinen Verkehrswert hat. Der private Besitzer, welcher die Strasse abgeben muss, hat sogar einen Nutzen, weil die Strasse weiterhin zur Verfügung steht und nicht von ihm unterhalten werden muss. Demnach zahlt die Gemeinde bei Strassenübernahmen grundsätzlich keine Entschädigung. Der Gemeinderat hat diesem Grundsatz zugestimmt.

Der Gemeinderat hat vor einigen Wochen den Kredit für die Sanierung der Wasserleitung Hagrain zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedet. Weil wegen des schlechten Zustands der Leitung Brüche zu erwarten sind, sollte das Geschäft an der Gemeindeversammlung im März behandelt werden. Diese fand wegen der Massnahmen des Bundes gegen das Coronavirus nicht statt. Nun sind auf der Leitung Geräusche hörbar, welche auf einen Leitungsbruch schliessen lassen. Aus diesem Grund hat der Gemeindepräsident entschieden, nicht die nächste Gemeindeversammlung für die Genehmigung abzuwarten, sondern den Auftrag zu erteilen, um die Sanierung umgehend vornehmen zu können. Die Kosten dafür sind auf 175'000 Franken veranschlagt.

Die Friedensrichterin Theres Rüegsegger hat kürzlich demissioniert. Dies weil die meisten Arbeiten gegen Jahresende anfallen, was mit der beruflichen Belastung nicht einhergeht. Der Gemeinderat bedauert diesen Schritt sehr und dankt Rüegsegger für die geleisteten Dienste. Im Einklang mit der Dienst- und Gehaltsordnung wird die Stelle umgehend neu ausgeschrieben. (mgt/fmu)

Meistgesehen

Artboard 1