Samstagskonzert

Eine freudige Abwechslung: OltenBrass spielt für Altersheimbewohner

Gleich drei Altersheime hat das Quintett OltenBrass am letzten Samstag bespielt, St. Martin, Weingarten und Stadtpark.

Was ursprünglich als Stadtständchen geplant war, benutzte das Ensemble als spontane Gelegenheit, den von der Umwelt isolierten Betagten eine freudige Abwechslung zu bieten. Von Balkonen und Terrassen der Altersheime aus durften die Bewohner bei tollem Frühlingswetter das virtuose Spiel der Formation geniessen. Und so war die Freude bei den Seniorinnen und Senioren riesig.

Das Quintett OltenBrass spielt für Altersheime

Das Quintett OltenBrass spielt für Altersheime

Die Musiker, selbst froh wieder mal für ein Publikum spielen zu dürfen, brachten ihre Klänge mit viel Enthusiasmus auf die Balkone rüber. Und das Echo kam prompt in Form von Klatschen und Merci-Rufen zurück. Kein Wunder, wenn da Stimmen zu hören waren wie: «Chömet doch wider, dir heit üs e grossi Fröid gmacht». Ein Bewohner dankte im Namen aller Bewohner mit den Worten: «Dir gloubet nid, was das für ne Abwächslig gsi isch, mir sy i dene Zyte so isoliert». Und sogar Fachsimpeleien unter den alten Leuten waren zu hören: «Nei, das grosse dört isch dänk e Tuba.» «Aha, und das ganz aute und runde?» Nun, die Antwort darauf musste die Hornistin gleich selbst liefern. So geschah – natürlich alle zu allen mit der vorgeschriebenen BAG-Distanz – eine soziale Interaktion. Auch liessen es sich einige Passanten nicht nehmen anzuhalten und ein paar Minuten der Musik zu lauschen.

Bleibt zu hoffen, dass solchen Formationen auch nach der Virus-Krise noch Zeit bleibt, ähnlich spontane Aktionen durchzuführen. (mgt)

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