Olten

Ehemalige Gäste über neue Sälischlössli-Wirtin: «Wer zu ihr geht, kommt wieder»

Die neue Sälischlössli-Wirtin Karmen Müller betrieb vor ihrem Engagement in Olten die Stadionbeiz beim FC Grenchen. Ehemalige Gäste und Vereinsverantwortliche können nur Gutes über die damalige Zeit berichten.

Ab heute Mittwoch sind die Tore des Sälischlösslis geöffnet. Für die neue Wirtin Karmen Müller ist es das erste Mal seit rund drei Jahren, dass sie wieder gastronomisch tätig ist. Zuvor wirtete die heute 54-Jährige in Grenchen, wo sie das Stadionrestaurant des Fussballclubs betreute. Neun Jahre lang versorgte sie Matchbesucher mit Bier und Bratwurst, betrieb die Einrichtung auch ausserhalb der Spielzeiten als Beiz, führte Bankette durch und wirkte zudem beim Uhrencup mit. «Eine schöne Zeit», wie sie rückblickend befindet.

Nicht nur ihr sind die Grenchner Jahre in guter Erinnerung geblieben: Auch von den Stammgästen der FC-Beiz hört man nur Gutes über Müllers dortiges Wirken. «Das war eine ganz Liebe, immer nett und zuvorkommend», erinnert sich ein regelmässiger Stadionbesucher an ihre Zeit im Stadion. Ebenso positiv äussern sich ehemalige Vorstandsmitglieder des FC Grenchen. «Bei mir hat sie einen sehr guten Eindruck hinterlassen», sagt Thomas Vogt, der den Fussballclub bis 2007 präsidierte. Sie habe immer das Möglichste gemacht, um ihre Gäste zufriedenzustellen. «Da war Herzblut pur dahinter.»

Roger Rossier, CEO des Grenchner Uhrencups, sieht es genauso: «Sie hat jeweils viel mehr gegeben, als sie preislich verlangt hat». Solche Leute gebe es heutzutage nicht mehr oft. Sportmoderator Sascha Ruefer, der den Uhrencup bis 2011 organisierte, fügt hinzu: «Ich habe selten gesehen, dass jemand den Leuten gegenüber derart offen ist».

Will länger als eine Saison bleiben

Dass das Sälischlössli punkto Grösse, Lage und Kosten eine andere Angelegenheit ist als die Grenchner Stadionbeiz, ist den ehemaligen Vorstandsmitgliedern klar. «Von der Lokalität her ist es in Olten vielleicht weniger einfach», so Roger Rossier.

Die Voraussetzungen, um auf dem Schlössli zu bestehen, bringe Müller jedoch mit, meint Thomas Vogt: «Sie verfügt über die sachlichen Fähigkeiten und steckt riesigen Fleiss in ihre Arbeit». Zuversichtlich beurteilt auch Werner Kaiser, ehemaliges Vorstandsmitglied, die Erfolgschancen Müllers. Zwar sei das Schlössli sicher etwas anderes als die Stadionbeiz und auch wetterabhängiger. «Doch ihr mute ich zu, dass sie daraus etwas macht.»

Mit der Grenchner Stadionbeiz erzielte Müller damals ansehnliche Umsätze, die dem FC einen erfreulichen Zustupf einbrachten. «Das ergab jeweils gute Einnahmen», erinnert sich Lilo Dellsperger, Mitglied des Vorstands des FC Grenchen. Auch auf dem Sälischlössli sei eines der ersten Ziele natürlich, die Rechnungen bezahlen zu können, sagt Karmen Müller. «Ebenso wichtig ist mir, dass die Besucher zufrieden sind mit dem Angebot.» Sie habe die Preise für Speisen daher auch so festgelegt, dass sie «nicht überrissen sind».

Zudem möchte sie die Wartezeit für die Besucher verkürzen, indem Getränke direkt an der Theke mitgenommen werden können. «Einige Leute haben mich im Vorfeld über das lange Warten in der vorangehenden Saison hingewiesen», erklärt Müller.

Grundsätzlich ändere sich für sie mit der neuen Gaststätte aber nicht viel gegenüber den Umständen in Grenchen, meint Müller. «Ich habe nun einen Koch, das ist der einzige Unterschied.» Beim FC Grenchen war es nur sie, die für die Zubereitung der Speisen verantwortlich war. Dass das Sälischlössli einiges mehr an Raum bietet als die kleinräumige FC-Beiz, fällt für Müller nicht so sehr ins Gewicht.

Für Zuversicht sorgt bei ihr zudem das grosse Interesse am Restaurationsbetrieb, das bereits vor der Eröffnung vorhanden war. Für den Eröffnungsabend seien bereits Reservationen getätigt worden, Hochzeits- und Geburtstagsfeiern seien schon geplant. Und: «Wer zu ihr geht, kommt ganz sicher wieder, weil er sympathisch findet, wie sie ist», sagt Sascha Ruefer über Müller. Gute Voraussetzungen scheinen somit gegeben, um das gesetzte Ziel zu erreichen: «Ich möchte sicher länger als eine Saison bleiben», hat sich Karmen Müller vorgenommen.

Öffungszeiten: Ab heute Mittwoch 10 Uhr ist über die Ostertage durchgehend geöffnet. Für die Monate März, April, Mai gelten folgende Zeiten: Freitag/Samstag ab 10 Uhr; Sonntag ab 8.30 bis 18 Uhr.

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