Volleyball

Drei Niederlagen für Schönenwerd in einer Woche

Nicht zu bremsen: Lausanne-Topskorer Adrien Prevel.

Nicht zu bremsen: Lausanne-Topskorer Adrien Prevel.

Schönenwerd muss sich nach dem Cupsieger und dem Leader der französischen Ligue A auch dem Meister beugen.

Happiger hätte das Programm der Schönenwerder kaum sein können. Zuerst verpuffte ihr Angriff auf die Tabellenspitze. Sie unterlagen dem ungeschlagenen NLA-Leader Amriswil 1:3. Im Gegensatz zum ersten Aufeinandertreffen beim Saisonstart konnten sie diesmal immerhin über weite Strecken des Spiels mithalten und dem amtierenden Cupsieger und Meister von 2018 einen Satz abknöpfen.

Vier Tage nach dem Spitzenkampf wartete das Hinspiel im Sechzehntelfinal des CEV Challenge Cup, dem drittwichtigsten europäische Wettbewerb hinter der Champions League und dem CEV Cup. Auswärts in Rennes, beim aktuell besten Klub Frankreichs. Gegen die Vollprofis blieben die Schönenwerder denn auch wie erwartet chancenlos. Die Franzosen setzten sich in 74 Minuten mit 25:16, 25:15 und 25:17 durch.

Lausanne von starkem Topskorer Prevel angeführt

Am Samstag musste Schönenwerd im dritten Spiel innert Wochenfrist bei keinem Geringeren als dem Titelverteidiger Lausanne ran. Diesen hatten sie in der Vorrunde zu Hause noch mit 3:1 besiegt. Doch die Waadtländer waren zuletzt immer besser auf Touren gekommen und bestätigten ihren Aufwärtstrend gegen die Schönenwerder.

Gleich zu Beginn zeigte Lausannes Topskorer Adrien Prevel, wo es lang gehen sollte in diesem Spiel. Seine ersten drei Services konnten von den Schönenwerdern nicht retourniert werden. Dem Franzosen gelangen am Ende insgesamt 17 Punkte, davon acht direkt mit dem Aufschlag. Damit war er der beste Skorer beim Meister; vor dem Deutschen Björn Höhne mit 14 und dem starken Mittelblocker Karim Zerika mit 9 Punkten. Auf gleich viele brachte es Schönenwerds bester Punktesammler, Diagonalangreifer Yves Roth. Über die Aussen fehlte es den Niederämtern deutlich an der Durchschlagskraft.

Die Annahme agierte ebenfalls ungewohnt unsicher. Nebst denen von Topskorer Prevel brachten die Schönenwerder im ersten Satz auch die Aufschläge von Höhne (10:6) und Radisa Stevanovic (12:7) nicht zurück. Lausanne erzeugte viel Druck mit dem Service, sodass Schönenwerds Zuspieler Nikodem Wolanski weite Wege gehen musste und Mühe hatte, seine Angreifer in Szene zu setzten. Lausanne holte sich den ersten Satz mit 25:19; den Satzball verwertete Prevel mit einem Heber über den Block.

Den zweiten Satz eröffnete Schönenwerds polnischer Topskorer Marcin Ernastowicz mit einem Ass. Die Gäste lagen zum ersten Mal überhaupt in diesem Spiel in Führung. Diese konnten sie aber nur bis zur Satzmitte verteidigen (16:14). Nach der zweiten technischen Auszeit servierte Höhne zwei Asse in Folge und leitete damit die Wende ein, welche im 25:22-Satzgewinn des LUC mündete.

Die Schönenwerder hatten nicht mehr die Kraft, sich nochmals aufzubäumen. Gleich mit 25:17 entschied der Lausanne Université Club den dritten Satz für sich. Damit zieht der Titelverteidiger in der Tabelle der NLA an Chênois vorbei auf den dritten Platz.

Noch zwei Heimspiele gegen Rennes und Jona

Der Vorsprung der Schönenwerder, den sie sich in der Vorrunde mit sieben Siegen in Serie erarbeitet hatten, ist auf drei Punkte geschrumpft. Nach dem goldigen Herbst mit der langen Ungeschlagenheit mussten sie in dieser Woche Lehrgeld bezahlen. Zwei Spiele sind es noch bis Weihnachten. Am Mittwoch können die Schönenwerder unbeschwert zum Rückspiel gegen Rennes vor heimischem Publikum antreten, da sie nichts zu verlieren haben. Gegen den Tabellenfünften Jona muss am nächsten Samstag zum Abschluss des Jahres die Rückkehr auf die Erfolgsspur gelingen.

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