Die SBB konzentrieren ihre Lager- und Werkstattfunktionen in Hägendorf. Dort befindet sich heute ein modernes Bahntechnikcenter, in dem pro Jahr 150 000 Tonnen massgefertigte Bahntechnik wie Schienen und Weichen für das Schweizer Schienennetz produziert werden.

Die Konzentration ist durch die angestrebte Synergiewirkung mit Effizienzsteigerung nachvollziehbar. Das erkennt auch Walter Rhiner, Gemeindepräsident von Dulliken, wo das Zentrallager Infrastruktur und das Regionale Bahntechnikcenter Mitte betroffen sind.

Einsicht in Notwendigkeiten ist aber nicht nur in Dulliken gefragt, sondern auch bei den SBB. Sie haben dafür zu sorgen, dass in Dulliken kein Schandfleck in Gestalt einer verlassenen Industriebrache entsteht. Auch wenn derzeit noch kein konkretes Vorhaben vorliegt, sollte die Gemeinde raschmöglichst ein entsprechendes Zugeständnis erhalten.

Grundsätzlich können sich die Region Olten und der Kanton Solothurn über die SBB nicht beklagen. Im Gegenteil: Kantonsweit hat das Bahnunternehmen von 2014 bis 2016 insgesamt 735 neue Stellen geschaffen und damit die Zahl der Vollzeitstellen von 2330 auf 3065 erhöht. Besonders gesegnet ist der Raum Olten: Hier beschäftigen die SBB rund 2900 Personen.

Allein im städtischen Geschäftshaus Aarepark, wo unter anderem der Hauptsitz von SBB Cargo untergebracht ist, arbeiten gegen 1000 «Bähnler». Und etwa 700 sind es im SBB-Werk, dem Kompetenzzentrum für Reparaturen und Revisionen an Reisezugwagen, das als grösste «SBB-Fabrik» gilt.

Nicht von ungefähr befindet sich in Olten auch die Betriebszentrale Mitte der SBB, von wo aus der gesamte Bahnverkehr im Schweizer Mittelland gesteuert wird. Olten ist für die SBB einer der wichtigsten Knotenpunkte, aber auch ein bedeutender Arbeitsstandort. Dazu gehört ebenfalls das Bahntechnikcenter in Hägendorf mit heute rund 170 Beschäftigten, das jetzt für die Zukunft gerüstet werden soll. Das beweist: Die SBB setzen weiterhin auf die Region Olten.

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