Olten

Die FDP-Basis will den Schulterschluss im bürgerlichen Lager

Wurden nominiert als Stadtratskandidaten (von links): David Plüss und Benvenuto Savoldelli.

Wurden nominiert als Stadtratskandidaten (von links): David Plüss und Benvenuto Savoldelli.

Die FDP sagt Ja zur Listenverbindung bei den Parlamentswahlen und segnet das Zweierticket für die Stadtratswahlen ab.

Die bürgerlichen Kräfte im Oltner Gemeindeparlament möchten näher zusammenrücken und die Pattsituation mit den je gleich starken Blöcken beenden. Eine Listenverbindung zwischen FDP, SVP, CVP und GLP soll dafür sorgen, dass das eine oder andere Restmandat bei den nächsten Wahlen im kommenden Frühling ins bürgerliche Lager fällt.

Am Montagabend konnten mit den freisinnigen Parteimitgliedern die erste Basis ihre Meinung zum Vorschlag der vier Vorstände kundtun. Die Idee kam bei den Anwesenden im Parlamentssaal des Stadthauses gut an. Mit 18 zu 2 Stimmen wurde der Vorschlag klar angenommen. «Ich gratuliere der Partei zu diesem Schritt, und es wäre schön, wenn dies auch auf Kantonsebene gelänge», sagte Oltens Bürgergemeindepräsident Felix Frey. Der frühere Gemeindeparlamentarier Nico Zila pflichtete ihm bei: «Ich kann den Antrag zu 100 Prozent unterstützen, um die Situation in Olten zu deblockieren.» Die Gegner der Listenverbindung äusserten sich nicht. Auf Nachfrage dieser Zeitung begründete ein Vorstandsmitglied sein Nein zur Listenverbindung mit Vorbehalten gegenüber der SVP.

An der Parteiversammlung nominierten die 20 Anwesenden auch die Kandidaturen für die Oltner Stadtratswahlen. Gegen das Zweierticket mit dem bisherigen Benvenuto Savoldelli und dem neuen David Plüss gab es nur eine kritische Stimme. Oltens Bürgergemeindepräsident Felix Frey hätte es bevorzugt, wenn die Partei mit zwei respektive sogar mit drei neuen Köpfen angetreten wäre. Gemeindeparlamentarier Urs Knapp hielt allerdings dagegen, dass es ohne einen Bisherigen-Bonus «extrem schwierig» werden würde, einen zweiten Stadtratssitz zu erobern. Die Basis hatte ebenfalls kein Musikgehör für Freys Idee und segnete das Zweierticket des Vorstands einstimmig ab.

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