Olten

Die Badi öffnet am 6. Juni für 1000 Personen – Aufenthaltsdauer auf vier Stunden begrenzt

Die Badi Olten ist ab den kommenden Samstag wieder geöffnet.

Die Badi Olten ist ab den kommenden Samstag wieder geöffnet.

Neben der Badi sind ab Samstag auch wieder alle Attraktionen geöffnet. Um wegen der beschränkten Aufenthaltsdauer lange Wartezeiten vor der Badi zu vermeiden, wird eine eigene Website mit der aktuellen Zahl der Besucher aufgeschaltet.

Die Coronakrise hat den Eröffnungstermin für die Badi Olten gehörig durcheinandergewirbelt: Ohne Corona wäre der Start ursprünglich am 6. Mai erfolgt. Nach ersten Lockerungen der Notstandsmassnahmen erwog der Stadtrat die Öffnung mit den Schulen am 11. Mai für rund 120 Badegäste gleichzeitig. Dieser Termin wurde dann aber wieder zurückgezogen, weil das Schutzkonzept des Frei- und Hallenbäderverbands vom Bund nicht genehmigt wurde. Mit dem dritten Anlauf soll es nun klappen: Wie die Stadtkanzlei am Dienstagnachmittag mitteilt, ist die Badi Olten ab diesem Samstag offen, allerdings für maximal 1000 Personen gleichzeitig. Dies soll gewährleisten, dass jeder Besucher rund 10 Quadratmeter Liegefläche zur Verfügung hat, wie es das Schutzkonzept des Bäderverbands empfiehlt.

Grundsätzlich seien «alle Attraktionen offen», wie es in der Mitteilung weiter heisst: Die Wasserbecken, der Sprungturm, die Rutschen, der Spielplatz sowie die Beachvolleyballfelder. Auch alle Duschen, WC-Anlagen und Umkleidekabinen stehen zur Verfügung. Ebenfalls zugänglich ist das Badirestaurant Palmaares, das seit dem 16. Mai geöffnet hat. Der separate Restauranteingang ist allerdings geschlossen.

Website mit Zahl der aktuellen Besucher geplant

Die Besucher dürfen sich allerdings höchstens vier Stunden im Badi-Areal aufhalten. Danach sei das Bad zu verlassen, damit andere Besucher ebenfalls eintreten können, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der Eintritt wie auch der Austritt wird nur mithilfe eines Tickets möglich sein, erst dann werden die Drehkreuze freigeschaltet. Wer die maximale Aufenthaltsdauer von vier Stunden überschreitet, muss fünf Franken pro ange­brochene Stunde nachzahlen. Wer ohne gültiges Ticket austreten will, bezahlt sogar eine Umtriebsentschädigung von 25 Franken. «Mit der Zeitbegrenzung erhalten wir eine möglichst hohe Fluktuation», sagt Chefbadmeister Thomas Müller auf Anfrage.

Weil die Badi am Wochenende rund 12 Stunden und unter der Woche sogar länger geöffnet ist, ergibt dies mindestens drei Zyklen mit insgesamt 3000 Besuchern pro Tag. In den vergangenen Jahren hatte die Badi gemäss Müller einen Tagesdurchschnitt von 1100 bis 1200 Eintritten. Zudem soll bald eine Website aufgeschaltet werden, wo die aktuelle Anzahl Besucher der Badi vermerkt ist. So will Müller mit seinem Team verhindern, dass es vor der Badi zu langen Schlangen und übermässigen Wartezeiten kommt. «Es kommt gut», sagt Müller positiv gestimmt, «auch wenn wir vielleicht nicht jeden befriedigen können.»

In der Badi selbst müssen die Abstands- und Hygieneregeln des Bundes eingehalten werden. Das Badi-Personal ist laut Mitteilung angewiesen, dies zu kontrollieren. «Grundsätzlich müssen zwei Meter Abstand eingehalten werden», sagt Müller. Falls dies im Wasser nicht immer geschieht, haben die Badenden aus Sicht Müller trotzdem keine Ansteckung zu befürchten: «Das Chlor tötet die Viren ab.» Wer sich nicht an die Anweisungen des Personals hält, kann ermahnt werden oder wird in letzter Konsequenz aus der Badi verwiesen. Auch auf der Liegewiese werden die Abstandsregeln kontrolliert. Das macht gemäss Müller den Einsatz von mehr Personal nötig – trotz der durchschnittlich tiefer angesetzten Besucherzahl.

Das Schwimmerbecken ist wegen der Vorschriften in zwei gleichgrosse Flächen aufgeteilt. Die aareseitige Fläche ist für die Schnell- respektive Kraulschwimmer, diejenige auf der Treppenseite für die langsameren Schwimmerinnen und Schwimmer reserviert. Geschwommen wird im Kreisverkehr gegen den Uhrzeigersinn immer am Rand des Beckens respektive der Trennleine entlang. Die freie Mitte der Fläche kann zum Überholen genutzt werden. Das seitliche Hineinspringen in das Schwimmerbecken ist verboten. Auch das Aareschwimmen soll wieder möglich sein. Die Badi muss dazu allerdings durch den Hauptausgang verlassen werden; das Drehkreuz im Süden der Badi ist gesperrt, weil damit keine Zählung der Personen möglich ist.

Es gibt nur Einzeleintritte, aber günstiger als sonst

Um allfällige Corona-Ansteckungen nach dem Badi-Besuch verfolgen zu können, hat der Stadtrat entschieden, dass jeder Besucher Name, Adresse, Telefonnummer und Eintrittszeit angeben muss. Gemäss Chefbadmeister Müller muss sich der Gast selbst in einer Liste eintragen. Die Datenblätter werden für ein paar Wochen aufbewahrt und danach geshreddert.

Für die ganze Badesaison 2020 werden aufgrund der Einschränkungen nur Einzeleintritte für Erwachsene und für Jugendliche verkauft. Für Erwachsene beträgt der Eintrittspreis
4 Franken (statt 8 Franken), für Jugendliche und Kinder 2 Franken (statt 4 Franken). Es gibt keine vergünstigten Billette zum Beispiel für Abendeintritte oder mit der Kulturlegi. Bestehende Saison- oder Jahresabos sowie 10er-Billette sind in dieser Saison ungültig. Saison- und Jahresbillette werden um ein Jahr verlängert oder auf Wunsch teilrückerstattet, 10er-Billette gelten im nächsten Jahr wieder.

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