Olten

Das Strandbad wird von einem Zaun geschützt: Wegen Nachtbuben aber auch wegen Corona

Ungewohnt: Das Gelände des Strandbades Olten ist abgeriegelt. Der Anblick wird sich wohl lange halten.

Ungewohnt: Das Gelände des Strandbades Olten ist abgeriegelt. Der Anblick wird sich wohl lange halten.

Oltens Strandbad ist seit einigen Tagen abgeriegelt. Der Zaun soll von nächtlichem Badespass abhalten und sicherstellen, dass ab dem 8. Juni nicht mehr als 1000 Besucher in der Badi sind.

Seit Anfang Mitte Mai ist das Oltner Strandbad aareseitig vergittert. Eine Massnahme, die zum einen im Zusammenhang mit dem verschobenen Eröffnungstermin und Covid19­-Schutz­konzept vom 11. Mai steht. Nachtbuben und andern Gwundernasen soll der Zutritt über die Aare verunmöglicht werden, aus Sicherheitsgründen. Die Stadt nämlich haftet bei Unfällen in der Anlage, wenn sie keine Massnahmen zur Verhinderung ergreift. «Der Rasen ist grün, die Anlage gereinigt, die Becken betriebsbereit», so Oltens Stadtbaumeister Kurt Schneider. «Das könnte eine durchaus verlockende Offerte sein.»

Ein Zaun mit mehreren Aufgaben

Dies ist aktuell der Hauptzweck des Sperrzaunes. Im Juni aber wird er noch eine weitere Aufgabe zu erfüllen haben. Denn so wie sich die Gemengelage aktuell präsentiert, wird die Badi ab 8. Juni wohl offen stehen. Allerdings nur unter bestimmten Vorkehrungen. «Während des Badebetriebs müssen wir garantieren können, dass sich nicht mehr Gäste als maximal auf dem Gelände aufhalten», so der Stadtbaumeister weiter. Rund 1000 Besuchende lässt die Badi unter den zu erwartenden Bedingungen zu. Mehr nicht. Schneider rechnet damit, dass die Absperrung die ganze Freiluftsaison über bestehen bleibt. Grund: «So wie es derzeit aussieht, bleiben Grossveranstaltungen in dieser Sommersaison aus.»

Zeitliche Beschränkungen denkbar

Und ein Badibetrieb ist so quasi eine Grossveranstaltung, wie die Zahlen beweisen. Jede Saison werden Rekordbesucherzahlen vermeldet, die bei deutlich über 4000 Eintritten pro Tag liegen. Selbst die täglichen Durchschnittszahlen überschreiten die maximale Besucherzahl, die im Zeichen Coronas aktuell erlaubt sind. Eine zeitliche Einschränkung pro Besuchendem soll ermöglichen, dass möglichst viele das Schwimmbad nutzen können.

Es gibt kritische Stimmen zum Zaun, da dies die gewohnte Ausstiegsmöglichkeit beim ­Aareschwimmen einschränkt. Aber: Man wird sich aus besagten Gründen wohl an den Coronazaun gewöhnen müssen.

Autor

urs huber

urs huber

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