Sälipark soll aufgepeppt werden

Im Januar 2016 lässt Unternehmer Thomas W. Jung, Inhaber der Immobilienfirma Giroud Olma, die Katze aus dem Sack: Unter der Prämisse Sälipark 2020 will er als Eigentümer den bisherigen Sälipark erweitert und dessen Nutzung diversifiziert sehen.

Büros, (Alters-) Wohnungen und eine gesteigerte Anzahl Verkaufsläden sollen dem ambitionierten Projekt ein neues Gepräge geben, wo auch Pop-up- Stores und neue Gastrokonzepte eine Bühne finden. «Wir wollen ein sexy Shoppingcenter werden», lässt Investor Jung verlauten.

Zum Projekt gehören ferner ein neues Parkhaus und gemäss Initianten eine moderat ansteigende Zahl an Verkehrsbewegungen: Gerechnet wird neu mit 6900 anstatt wie bisher 6300 Autofahrten. Velofahrer kommen ebenfalls auf die Rechnung: 1000 Abstellplätze sind im Rahmen von Sälipark 2020 vorgesehen, gut verteilt und auch überdacht.

Das offizielle Olten zeigt sich vom Projekt überzeugt und schickt dieses im März ins Mitwirkungsverfahren. Es zeigt sich: Das Vorhaben findet Anerkennung, doch bleibt die Verkehrserschliessung des Sälipark 2020 einer der Knackpunkte: Vorgesehen ist eine solche nämlich aus Norden und Süden, wobei im Norden verkehrberuhigende Massnahmen, eine gesteigerte Busfrequenz im Viertelstundentakt und gestalterische Eingriffe im Strassenraum den Individualverkehr eindämmen sollen.

Stimmen aus dem Mitwirkungsverfahren dagegen sehen die Erschliessung ausschliesslich von Süden her. Die Stadt will am bisherigen Verkehrskonzept festhalten und spricht – im Falle einer einseitigen Erschliessung – von einer übermässigen Belastung für den Verkehrsweg via Sälikreisel und Sälistrasse. Vor allem der Sälikreisel stosse schon heute an Aufnahmegrenzen.

Noch läuft bis Anfang Januar das Einspracheverfahren. Und es zeichnet sich ab: An den Erschliessungswegen scheiden sich die Geister. Darüber hinaus reklamieren die Einspruchparteien eine ausgedehntere Begegnungszone und einen markant verkehrsärmeren Bifangplatz.

Drama im Stall – 15 tote Rinder in Boningen entdeckt

Im Juni werden auf einem Bauernhof in Boningen 15 tote Rinder gefunden. Anwohner hatten zuvor das Veterinäramt benachrichtigt. Zunächst bleibt die Todesursache der Rinder ungeklärt.

Später lässt das kantonale Veterinäramt verlauten, die Untersuchungsergebnisse hätten grosse Mängel bei der Versorgung der Tiere, insbesondere bei der Futterqualität ans Tageslicht gebracht. Gegen den Bauern, gegen den bereits die Staatsanwaltschaft wegen Tierquälerei ermittelt, verfügt der Veterinärdienst, im Sinne einer verwaltungsrechtlichen Massnahme, ein Tierhalteverbot auf unbestimmte Zeit.

Bereits zwei Jahre zuvor war der Landwirt gebüsst worden. Die Tiere litten damals unter einer Hautpilzerkrankung und wiesen vernachlässigte Klauen auf. Diese Mängel wurden auf kantonale Anweisung dann behoben, was vom Veterinärdienst auch kontrolliert wurde. Ende Juni 2015 aber stellten Nachbarn wiederum vernachlässigte Klauen bei einem Teil der Herde fest. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Ein Jahr später stellt sich dann die Katastrophe im Boninger Stall ein. 

Avag geht an Aare Versorgungs AG

Im Juni wird bekannt, dass die Alpiq Versorgungs AG (Avag) von der neu zusammengestellten Aare Versorgungs AG aufgekauft wird. Kaufpreis: 312 Millionen Franken. Akzeptabel, wie die Protagonisten des Handels finden.

Die Aare Versorgungs AG wird damit zur Energieversorgerin von 18 Gemeinden mit rund 30 000 Kunden in der Region Olten und besteht aus einem Triumvirat, einem Dreierkonsortium. Die Elektra Birseck AG (120 000 Kunden), die städtischen Betriebe Olten (10 000 Kunden) sowie die UBS Clean Energy Infrastructure Switzerland halten zusammen mehr als 96 Prozent der Aktienanteile. 3,3 Prozent der Aktien entfallen auf 14 Konzessionsgemeinden.

Die Übernahme der Avag wird als Zeichen für eine erfolgreiche Zukunft gewertet. Mit dem Kauf habe man die Absicht verfolgt, die zuverlässige und wirtschaftliche Energieversorgung sicherzustellen. Bereits im November 2015 hatte Alpiq verlauten lassen, den Verkauf ihrer Beteiligung der Avag zu prüfen. Mit dem Verkaufserlös will der Stromriese seine Nettoschulden verringern. 

An Olten SüdWest scheiden sich die Geister

Das Entwicklungsgebiet Nummer 1 ist in der Stadt in aller Munde: zu monoton das Ganze, zu wenig attraktiv für breitere Gesellschaftskreise. Das finden auch die Stadtväter und lassen den aktuellen Gestaltungsplan ab November überarbeiten.

Variable Gebäudehöhen und Ergänzungen mit Reiheneinfamilienhäusern sollen den neuen Stadtteil begehrter machen. Dazu gehörte auch die vom Parlament bislang verunmöglichte Personenunterführung Hammer als Anbindung an die Innenstadt. Bis Mitte 2017 wird der Masterplan vorliegen. 

Kreisel im Dorfzentrum Kappel hinterlässt Spuren

Nach viermonatiger Bauzeit, einen Monat früher als vorgesehen, wird der Kreisel im Dorfzentrum Kappel Anfang November seiner Bestimmung übergeben. Nun weist die Baute einen um zwei Meter grösseren Durchmesser auf.

Die Bauzeit hat aber beim örtlichen Gewerbe, vor allem bei jenem an der Mittelgäustrasse, ihre Spuren hinterlassen. Von markanten Umsatzeinbussen ist da die Rede. Dennoch: Im Grossen und Ganzen geben sich viele von ihnen glücklich darüber, dass mit der Wiedereröffnung der gewerbliche Alltag zurückkehrt.