Olten

Damit Fels nicht mehr abbricht: Helikopter fliegt mit Beton zum Sälischlössli

Aus der Luft - per Helikopter - kommt der flüssige Beton betroffenen Stelle beim Sälischlössli.

Aus der Luft - per Helikopter - kommt der flüssige Beton betroffenen Stelle beim Sälischlössli.

Für die Sanierung einer Felswand unterhalb der Sälischlössli-Terrasse flog ein Helikopter mit fünf Ladungen flüssigen Beton hinauf. Ein Felsabbruch im letzten Herbst machte dieses aufwändige Verfahren nötig, womit ein erneuter Abbruch verhindert werden soll.

Am Mittwoch war hoch über der Stadt, genauer über dem Sälischlössli, ein Helikopter im Einsatz. Dieser war für Bauarbeiten aus Erstfeld bestellt worden.

Im vergangenen Herbst ist unter der Gartenterrasse des Sälischlössli ein grosser Felsbrocken abgebrochen. Um ein weiteres Abbrechen des Felsens auf dieser Seite zu verhindern, wird er diese Woche saniert.

Dazu gehört unter anderem auch, dass die Lücke, wo der Stein abbrach, mit Beton aufgefüllt wurde. Dafür wurde Beton mit dem Betonmischer bis zum Parkplatz transportiert. Dort wurde der Behälter vom Helikopter, der aus Richtung der Wartburghöfe angeflogen kam, abgeholt. Nachdem das rund ein Meter hohe Gefäss am 50 Meterlangen Seil befestigt war, konnte es weitergehen zur Terrasse des Restaurants.

Mit dem Helikopter wird der Beton zum Sälischlössli hochtransportiert

Per Helikopter wird der Beton zum Sälischlössli hochtransportiert.

Das Seil musste so lang sein, damit der Wind von den Rotorblättern auf dem Boden nicht zu stark ist. Oben waren dann Schalungstafeln mit ein wenig Abstand zum Felsen angebracht, so dass eine Lücke entstand. In diese Lücke wurde anschliessend der Beton gegossen, den der Helikopter anlieferte.

Sanierung eine Vorsorgemassnahme

Um ein ernbeutes Abbrechen des Felsens zu verhindern, müssen noch weitere Vorkehrungen getroffen werden. Zum Beispiel muss der ganze Efeubewuchs entfernt werden. Die feinen Wurzeln des Efeus dringen in alle noch so kleinen Spalten ein und vergrössern diese. Gelangt danach Wasser in diese grösseren Spalten und gefriert, können Teile des Steins abgesprengt werden, wie das letzten Herbst der Fall war. Der rund einen Kubikmeter grosse Felsbrocken wird indes nicht entfernt, er liegt nach wie vor auf einem kleinen Vorsprung unterhalb der Sälischlössli-Terrasse. Es ist unwahrscheinlich, dass er sich von dort aus noch einmal bewegt.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Sälischlösslis wurde der Fels bereits geputzt, um zu prüfen, in was für einem Zustand er sich befindet. So kann verhindert werden, dass auch dort Teile herausbrechen. Zudem ist dort im Burggraben gerodet worden, damit er seinem Namen wieder alle Ehre machen kann.

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