Olten

Bei 14 Grad startet die Badesaison im Strandbad – wie das mit den Corona-Massnahmen aussieht

Bereits vor acht Uhr standen die treuesten Badi-Besucher vor der Kasse des Oltner Strandbads. Weil die bestehenden Saison- oder Jahresabos sowie 10er-Billette in dieser Saison ungültig sind, müssen nun alle bei der Kasse ein Ticket beziehen.

Das Tor zur Badesaison 2020 wurde von Badmeister Alain Waldvogel geöffnet. Fast schon traditionsgemäss durchschritt der ehemalige Oltner Stadtpräsident Ernst Zingg als Erster die Schranken. Ihm folgten rund  20 weitere Badegäste.

Neu stehen im Eingangsbereich Tische mit Ordnern zum Eintragen der Adresse und Behälter mit Desinfektionsmittel zum Reinigen der Hände. Erst danach darf die Badi betreten werden.

Es nieselte am Samstagmorgen ein wenig und die Aussentemperatur zeigte gerade mal 14 Grad an. Das Wasser im Becken war 10 Grad wärmer – kein Wunder, fanden alle den ersten "Schwumm" herrlich. Das grosse Schwimmbecken ist neu für Langsam- und Schnellschwimmer unterteilt. In beiden Bereichen darf nur in eine Richtung und im Kreis geschwommen werden.

Auf einer Tafel wird den Badegästen die neue Regelung in einer grafischen Darstellung aufgezeigt. Der neu errichtete Zaun entlang der Aare wird nun wieder abmontiert und das Restaurant darf neu auch über den separaten Eingang beim Palmaares besucht werden.

Auch für Badmeister Alain Waldvogel ist die Situation neu: "Ich kontrolliere, dass sich die Schwimmer nicht zu nahe kommen. Wir appellieren aber auch an die Eigenverantwortung der Leute." Angesprochen auf die neue Situation mit den Covid-19-Massnahmen sagt Thomas Müller, Leiter der Bäderbetriebe Olten: "Für das Team ist die Situation mit Corona total neu. Es gibt nun für alle Gäste einen Ticketverkauf an der Kasse. Das Einschreiben mit Namen und das Desinfizieren der Hände ist Pflicht. Auch optisch gibt es einige Änderungen, wie beispielsweise die neuen Sitzbänke aus Granitstein. Die ganze Anlage ähnelt einem Park, wie ich es von südlichen Ländern her kenne."

Hoffen auf Normal-Betrieb

Und was wünscht sich der Chefbadmeister für die eröffnete Badesaison? "Ich hoffe", erklärt er, "dass sich die Badegäste trotz Corona wohl fühlen. Ich denke, die meisten verstehen die Situation. Mein allergrösster Wunsch ist, dass spätestens Mitte Juli die Geschichte mit Corona vorbei ist und wir dann ganz normal die Saison durchziehen können."

Keine Probleme mit der jetzigen Situation hat auch die Badi-Besucherin Veronika Oertig: "Ich freue mich einfach riesig, dass ich jetzt wieder Schwimmen gehen kann. Die Einschränkungen machen mir nichts aus. Uns geht es doch gut." Auch Markus Niederer hat an der jetzigen Situation nichts auszusetzen: "Das Wasser ist toll und die Organisation ist gut gelöst. Wir können die Situation mit Corona nicht ändern und müssen sie so entgegennehmen."

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