Baustellen
Wegen Massnahmen gegen Steinschlag und überhöhte Geschwindigkeit: Totalsperre in Hägendorf

Baustellen an der Allerheiligenstrasse in Hägendorf prägen bis im Juli 2022 die Verkehrsflüsse. Eine Totalsperre soll Fluchtverkehr verhindern.

Urs Huber
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Die Verbindung Hägendorf - Bärenwil bliebt bis Mitte Dezember gesperrt.

Die Verbindung Hägendorf - Bärenwil bliebt bis Mitte Dezember gesperrt.

Bruno Kissling / Oltner Tagblatt

Gleich zwei Bauvorhaben an der Allerheiligenstrasse in Hägendorf werden für die kommenden Monate das Bild prägen: Zum einen werden in den Monaten Oktober und November im Bereich Chanzelflue Felsreinigungsarbeiten durchgeführt. Sie bedingen eine Komplettsperrung der Strasse jeweils von Montag bis Freitag für die Dauer von acht Wochen. Zum andern bleibt der Abschnitt Allerheiligenstrasse / Winhaldenfeld bis Langenbruckstrasse bis Dezember komplett gesperrt. Die Vollsperrung findet von März bis Juli 2022 eine Fortsetzung.

Ein glücklicher Umstand macht’s möglich

«Es ist eigentlich ein Glücksfall, dass die beiden Vorhaben zeitlich aufeinander fallen», sagt Andrew Walker, Projektleiter Strassenbau beim kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau (AVT). Erst über die Terminierung der Arbeitsvergaben und der Ausführung habe sich diese Möglichkeit ergeben. Während üblicherweise Mitarbeitende des zuständigen Kreisbauamtes II für die jährliche Felsreinigung zuständig sind, wurde diesmal eine spezialisierte Firma für die Arbeiten hinzugezogen. «Dies erlaubt ein effizienteres Arbeiten», so Walker.

Das Vorhaben läuft unter der Prämisse Sofortmassnahmen. «Unsere Erfahrungen in diesem Gebiet zeigen, dass die Arbeiten einen gewissen dringlichen Charakter haben», meint der Projektleiter weiter. Auch wenn die Strecke mit täglich rund 1200 Fahrzeugbewegungen nicht allzu stark frequentiert ist. Aus Sicherheitsgründen bleibt der Abschnitt während rund acht Wochen komplett gesperrt. Der Durchgangsverkehr (motorisierter Individualverkehr) von und nach Bärenwil sowie von und zur Höhenklinik Allerheiligenberg wird über die Kantonsstrasse via Fridaustrasse, Egerkingen, umgeleitet.

Auch der Wanderweg durch die Tüfelsschlucht wird jeweils vom Montag bis Donnerstag komplett gesperrt. Die Umleitung für Fussgänger von Hägendorf zur Höhenklinik Allerheiligenberg wird via Burgerrain (Oberer Richenwilweg) signalisiert. Zudem wird die Buslinie 555 Hägendorf–Höhenklinik Allerheiligenberg via Burgerrain (Oberer Richenwilweg) umgeleitet. Während einer Woche werden im fraglichen Abschnitt auch Arbeiten am Schutzwald ausgeführt. Die Arbeiten sind mit insgesamt 440 000 Franken veranschlagt.

Gleich mehrere Monate gesperrt

Für mehrere Monate gesperrt, nämlich noch bis Dezember und im kommenden Jahr von März bis Juli, bleibt der Strassenabschnitt Allerheiligenstrasse / Weinhaldenfeld bis Langenbruckstrasse. Der terminierte Unterbruch ergibt sich aus den erwarteten Witterungsbedingungen im Winter. Für 1,625 Mio. Franken wird das rund 650 Meter lange Teilstück saniert und umgestaltet.

Massnahmen wider erhöhte Geschwindigkeit

«Die Umgestaltung betrifft vor allem Massnahmen zur Einhaltung der dortigen Innerortsgeschwindigkeit», so der zuständige Projektleiter Strassenbau vom AVT, Daniel Müller. Womit angedeutet ist, dass die Strecke häufig zu schnell befahren wird. Im Bereich des Knotens Buchenweg / Allerheiligenstrasse wird die Fahrbahn verengt, in den übrigen Bereichen wird die Strassenbreite mit 5.50 m, bzw. 6.00 m realisiert. «Zudem werden die Bushaltestellen behindertengerecht ausgebaut», ergänzt Müller. Die Sanierungsarbeiten erstrecken sich im Wesentlichen auf die Belagserneuerung.

Die Vollsperrung der Strecke begründet der Projektleiter mit dem Umstand, dass die Strasse lediglich eine Breite von 6 Metern aufweist und für die Freigabe einer Fahrspur zu schmal ausfällt. «Auch Lastwagen oder Rettungsfahrzeuge müssten dort verkehren können», sagt Müller. Dafür reichen die Dimensionen bei einer halbseitigen Sperrung aber nicht aus. Mit der Sperrung der Verbindung Hägendorf – Bärenwil zudem wollte man den Pendlerverkehr verhindern, welcher sich andernfalls über die Quartierstrassen in Hägendorf einen Weg sucht. «Diesen wollten vor allem auch die Verantwortlichen der Gemeinde verhindert wissen», so Müller.

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