Die Delegierten der Elektra Untergäu (eug) wählten Rolf Bigler aus Boningen per Akklamation neu in den Verwaltungsrat. Er nimmt den Sitz ein, der durch den Rücktritt von Ronar Härtsch frei geworden ist. Härtsch wirkte seit 2005 in diesem Gremium mit, seit 2013 als Vizepräsident. Verwaltungsratspräsident Christian Angst würdigte seine jahrelange Arbeit, die geprägt war durch Weitsicht und sein Gespür für das Machbare.

Der am Nationalfeiertag 1960 geborene Rolf Bigler ist gelernter Maschinenzeichner und diplomierter Maschineningenieur HTL. Seit 2008 arbeitet er bei der Sicherheitsaufsicht über Seilbahnen beim Bundesamt für Verkehr. Rolf Liniger aus Hägendorf übernimmt neu das Amt des Vizepräsidenten.

Bericht von einem erfolgreichen Jahr

In seinem Rückblick konnte der Verwaltungsratspräsident Christian Angst den 151 anwesenden Genossenschaftsmitgliedern erneut von einem erfolgreichen Jahr berichten. Von dem gegenüber dem Vorjahr leicht höheren Gewinn von 291 000 Franken werden 280 000 Franken den freien Reserven zugewiesen. Diese belaufen sich somit neu auf 5,445 Mio. Franken. Mit weiteren 4977 Franken werden die 711 Anteilscheine mit dem höchsten gesetzlich erlaubten Ansatz von 7 Prozent verzinst. Im vergangenen Geschäftsjahr investierte die eug über eine Million Franken in Ausbau und Unterhalt des Stromnetzes.

Seine Tour d’Horizon stellte der Verwaltungsratspräsident unter das Motto von John F. Kennedy: «Wer, wenn nicht wir». Deshalb fördert die eug erneuerbare Energie. Als Erfolg wertete Angst das Echo auf die im letzten Jahr gestartete Solarinitiative. Die eug zahlt damit den Genossenschaftern, die eine Photovoltaikanlage erstellen, die zu erwartende Einmalvergütung des Bundes sofort nach den Bau der Anlage aus, das Warten entfällt. Die eug bevorschusst also den Bundesbeitrag und besorgt gleichzeitig den «administrativen Kram» für die Rückforderung der Vergütung beim Bund. Das Verfahren für die Hausbesitzer wird damit beschleunigt und Unsicherheiten über das Eintreffen der Bundesmittel für die Solaranlage entfallen. Acht Hauseigentümer haben bisher von dieser Initiative Gebrauch gemacht.

Auch grössere Anlagen konnten realisiert werden, so die Anlage auf dem Werkhof Erne mit einer Nennleistung von 90 Kilowatt peak (kWp), die Demoanlage auf dem Garagendach der eug-Geschäftsstelle in Kappel mit 17 kWp sowie diejenige auf dem Werkhof des Regionalen Entsorgungszentrums REZ Gäu von Rolf Huber in Kappel mit 202 kWp. Eine weitere Solaranlage ist auf dem Buchzentrum geplant. Mit diesen Anlagen wird die Elektra Untergäu einen Anteil von 2,7 Prozent Solarstrom erreichen. Die mit Sonnenlicht erzeugten 1,55 Mio. Kilowattstunden pro Jahr werden den Stromverbrauch von 345 Haushalten decken können. – Musikalisch umrahmt wurde die Versammlung von Liedern des Männerchors Kappel unter der Leitung von Jasmine Asatryan.