Oensingen

«Auf offene Ohren gestossen» - Ferienpass steht nicht länger auf Kippe

Im Atelier des Steinhauers

Im Atelier des Steinhauers

Der Ferienpass findet bei Kindern Anklang – und bei Erwachsenen Unterstützung. Vor wenigen Jahren fand sich niemand für die Organisation und Durchführung - die Anzahl Besucher des Ferienpass und das aktuelle Programm sind vielversprechend.

Schaut man sich das reichhaltige Angebot im aktuellen Ferienpassprogramm von Oensingen an, so erinnert nichts mehr daran, dass der Ferienpass vor wenigen Jahren noch auf unsicheren Füssen stand. Der diesjährige Pass hat mit den Schulferien begonnen und dauert noch diese Woche bzw. bis kommenden Samstag. Gut 100 Kinder haben sich einen Pass gesichert und sich für eine oder auch mehrere Aktivitäten angemeldet.

Auf privater Basis

Der Ferienpass war nicht deshalb auf der Kippe gestanden, weil die Kinder die Lust darauf verloren hätten. Das Problem war, dass sich niemand für das Organisieren und Durchführen finden liess. Doch dann nahmen Carmen Bobst, Cordula Virga und Sarah Wolf – allesamt Mütter von schulpflichtigen Kindern – als Ferienpass-Team das Heft in die Hand, wobei alles auf privater Basis funktioniert. «Es gab dann allerdings doch etwas mehr zu tun, als wir angenommen hatten», räumt Sarah Wolf ein, stellvertretend für das Team. Zum Beispiel wurde eine eigene, gut strukturierte Website eingerichtet (www.ferienpass-oensingen.ch), auf der alle Informationen zu finden sind. So auch die Spielregeln wie zum Beispiel, dass das Abmelden von einem Kurs Ehrensache ist. «Es kann ja sein, dass mal ein Kind den Termin vergisst. Dann senden wir ihm eine SMS als Erinnerung», erklärt Sarah Wolf. Erscheint dann aber ein Kind zum zweiten Mal ohne Entschuldigung, so verfalle der Anspruch auf den Platz. Kurskosten würden nicht zurückerstattet.

Viele Gönner und Sponsoren

Das Ferienpass-Team achtet darauf, dass die Aktivitäten soweit wie möglich in Oensingen oder in nächster Umgebung stattfinden. Bei den angefragten Vereinen, Firmen und Institutionen sei man auf offene Ohren gestossen, berichtet Sarah Wolf. Eltern zeigten sich bereit, mitzuhelfen. Besonders freut sie sich darüber, dass auch die Jugendarbeit der Gemeinde zwei Kurse begleitet. Auch die finanzielle Unterstützung sei zum Glück da, was sich bei der beachtlich grossen Zahl an Gönnern und Sponsoren zeigt. «Bis jetzt ist die abschliessende Rechnung für den Ferienpass immer grad so eins zu eins aufgegangen.»

Das Team gehe davon aus, dass der Ferienpass auch im nächsten Jahr wieder durchgeführt werden kann mit Angeboten wie Badesalz, Glasgefässe oder Schmuck herstellen, Turnen, Geschicklichkeitsfahren auf dem Velo – auch auf dem Einrad, Tennis oder Fussball spielen, Pony Voltigieren, freies Malen, Brot oder Pizza backen, Fotografieren, auf einem Blasinstrument spielen, Natur näher kennenlernen, Bildhauern, Feuerwehr besuchen, artgerechtes Halten einer Schildkröte, die erste Hilfe lernen oder sich selber zu verteidigen, übernachten mit der Pfadi, Judo oder Zumba kennen lernen, Modellflieger bauen – und noch einiges mehr steht auf dem Programm, zwei Angebote mehr als letztes Jahr. Ein weiterer Ausbau ist nicht geplant, Wechsel im Angebot kann es jedoch geben.

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