Starrkirch-Wil

Auf Amseln geschossen und Nachbarhaus getroffen: Verfahren gegen Polizisten eingestellt

Keine Strafe: Polizist schoss bei Amseljagd in Nachbarhaus

Keine Strafe: Polizist schoss bei Amseljagd in Nachbarhaus

Mit einem Kleinkaliber-Gewehr schoss der Kantonspolizist aus Starrkirch-Wil 2015 in das Haus seines Nachbarn. Nun wurde das Verfahren gegen den 52-Jährigen vom Amtsgericht Olten-Gösgen komplett eingestellt.

Der Fall des Kantonspolizisten, der im Frühling 2015 in Starrkirch-Wil mit einem Kleinkalibergewehr auf Amseln geschossen und dabei ein Nachbarhaus getroffen hatte, ist strafrechtlich abgeschlossen.

Im Frühling 2015 schoss ein Polizist in Starrkirch-Wil vor seinem Haus mit einem Kleinkaliber auf Amseln. Dabei traf er das benachbarte Haus. Der Fall ist strafrechtlich abgeschlossen. Dies berichtet der Sender Tele M1 gestützt auf Angaben des Amtsgerichts Olten-Gösgen.

Man hätte nicht zweimal in der gleichen Sache ein Strafverfahren gegen den 52-Jährigen eröffnen dürfen. Nach der Teileinstellung wegen Gefährdung des Lebens hätte man den Kantonspolizisten nicht noch mit einem Strafbefehl verurteilen dürfen. Das heisst, er kommt jetzt straffrei davon. Es gibt aber auch kein Urteil, also keinen Freispruch.

Schon vor zwei Jahren hatte das Obergericht die Teileinstellung des Verfahrens wegen des Vorhalts der Gefährdung des Lebens bestätigt. Die Nachbarskinder seinen nicht gefährdet gewesen, da die Kinder um diese Zeit schon im Bett lagen, hiess es.

Die Staatsanwaltschaft verurteilte daraufhin den Polizisten wegen Sachbeschädigung und Verstoss gegen das Jagdgesetz. Er machte aber Einsprache und so kam es im April zum Prozess, der aber schlussendlich abgebrochen wurde

Ganz ungeschoren davon kommt der 52-Jährige allerdings dennoch nicht: Wie der Mediendienst der Kantonspolizei gegenüber Tele M1 festhält, bleibt der Mann auch weiterhin in den Innendienst versetzt. (szr)

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