Olten

Aareweg vor Badi soll im Winter zugänglich sein: Stadtrat muss Varianten für Spaziergänger prüfen

Als eine der drei Varianten schlägt der Stadtrat einen wasserseitigen Steg dem Aareufer entlang der Badi vor.

Als eine der drei Varianten schlägt der Stadtrat einen wasserseitigen Steg dem Aareufer entlang der Badi vor.

Mit einem Postulat verlangt die SP/Junge-SP-Frakton, dass die Leute auch während den Wintermonaten den Weg entlang der Aare vor der Oltner Badi benützen können. Der Stadtrat muss nun mögliche Varianten prüfen.

Auch während den Wintermonaten sollen die Leute den Weg entlang der Aare vor der Oltner Badi benützen können. Ein entsprechendes Postulat der SP/Junge-SP-Fraktion hat das Gemeindeparlament am Mittwochabend knapp mit 19 zu 18 Stimmen und 1 Enthaltung für erheblich erklärt – dies entgegen dem Ansinnen der Oltner Regierung.

Der Stadtrat muss nun prüfen, was es für Varianten gibt, um vom Badieingang bis zum Pontonierhaus der Aare entlang spazieren zu können. In seiner Antwort hat Baudirektor Thomas Marbet allerdings schon drei Varianten skizziert: Einen Condecta-Zaun, einen hochwertigen Zaun, der einfach demontierbar oder sogar versenkbar wäre, und einen wasserseitigen Steg mit Brücke über die Dünnern. Alle drei Lösungen überzeugten den Stadtrat aber aus landschaftsschützerischen oder finanziellen Gründen nicht (wir berichteten).

Ein Kritikpunkt sogar der Befürworter des links-grünen Blocks war denn auch ein verfahrenstechnischer: «Obwohl der Prüfungsauftrag noch gar nicht erteilt wurde, präsentiert der Stadtrat bereits Lösungen», sagte etwa Olten-jetzt!-Parlamentarier Tobias Oetiker. Gegner wie Christian Werner von der SVP sprachen sogar von «vorauseilendem Gehorsam». Wenn der Stadtrat die Prüfung bereits gemacht habe, ergebe es keinen Sinn mehr, die Sache nochmals prüfen zu lassen. Werner sprach von «unnötiger Arbeitsbeschaffung» für die Verwaltung. Die CVP/EVP/GLP-Fraktion argumentierte inhaltlich und fand das Anliegen zwar «reizvoll und attraktiv», sagte Heidi Ehrsam. Aber der attraktivste Vorschlag mit einem wasserseitigen Steg zum Beispiel rechtfertige die hohen Investitionskosten nicht. Befürworter wie der Grüne Raphael Schär wollten sich für die Zukunft nicht die Möglichkeit verbauen, den Spazierweg gleich einzubeziehen, wenn dereinst die Badi-Garderoben saniert werden sollten. Während der Debatte wurden zudem weitere Varianten genannt. So erwähnte der Grüne Felix Wettstein das Strandbad Lido in Luzern, das im Winterhalbjahr zwischen 9 und 17 Uhr zugänglich ist und wo sogar der Kiosk und der Spielplatz offen sind. Daher sagte er: «Der Auftrag ist ein bisschen, aber noch nicht ausreichend geprüft.»

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