Oberdorf
Oberdorf: Steinbruch steht vor dem Aus

Der Regierungsrat will den Steinbruch Weberhüsli definitiv nicht mehr in den Richtplan Steine und Erden aufnehmen. Er beantragt dem Kantonsrat, eine entsprechende Beschwerde abzulehnen.

Rahel Meier
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In Oberdorf gibt es wohl keine vierte Abbauetappe. Felix Gerber

In Oberdorf gibt es wohl keine vierte Abbauetappe. Felix Gerber

Solothurner Zeitung

Weil die Bürgergemeinde Oberdorf gegen die Richtplananpassung keine Beschwerde einlegen konnte, hat dies die Einwohnergemeinde getan. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat nun, die Beschwerde abzulehnen.

Für den Regierungsrat ist klar, dass mit der Erweiterung um eine vierte Etappe erhebliche Schäden an Natur und Landschaft verbunden sind. Die Erweiterung führt laut Regierungsrat zu «Konflikten mit prioritären Schutzzielen des BLN Objektes 1010 Weissenstein (Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung) sowie mit einer Reihe von Schutzzielen weiterer rechtskräftiger Schutzzonen». An der Erhaltung der Halbklus von Oberdorf und des Mosaiks seltener Waldgesellschaften im Bereich des Erweiterungsperimeters bestehe ein nationales Interesse.

Es sei richtig, dass es im Steinbruch Weberhüsli Jurakalke gebe, die sich als Wasserbausteine, beispielsweise für das Projekt an der Emme, eignen würden. Dafür brauche es aber mehr Steine, als alle Solothurner Steinbrüche gemeinsam in einem Jahr liefern könnten. Der Bedarf an normalem Kalkstein im Kanton Solothurn könne zudem für die nächsten 45 Jahre durch andere Steinbrüche gedeckt werden.