Budget
Noch geht es in Lohn-Ammannsegg ohne Steuererhöhung

Konnte der Gemeinderat noch vor einem Jahr vermelden, mit dem Abbau des Bilanzfehlbetrages ein Ziel erreicht zu haben, standen die Budgetberatungen für 2012 erneut unter beträchtlichem Spardruck.

Marianne Sperisen
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Die Gemeinde investiert in die Schulanlagen. msl

Die Gemeinde investiert in die Schulanlagen. msl

Solothurner Zeitung

Der budgetierte Aufwandüberschuss von rund 750000 Franken war ein harter Brocken. Trotzdem wird in Lohn-Ammannsegg unverändert der Steuerfuss von 98 Prozent für natürliche und 78 Prozent für juristische Personen gelten. Dies bei einem Aufwand von 11,822 Mio. Franken und einem Ertrag von 11,362 Mio. Franken, was einen Aufwandüberschuss von 460000 Franken ergibt. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 1,849 Mio. Franken. Davon werden rund 900000 Franken in die Schulhäuser investiert.

Steuerertrag sinkt

Finanzverwalter Richard stellte in seinem Eintretensvotum fest, dass der Aufwand weiter steigt und der Ertrag stagniert. Es müsse damit gerechnet werden, dass der Steuerertrag gegenüber den Vorjahren sinken könnte. Gemeindepräsident Sieber erinnerte an die steigenden Belastungen, insbesondere im Bereich der sozialen Wohlfahrt, welche sich in einem strukturellen Defizit akzentuieren. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigten jedoch, dass Steuererträge aus Vorjahren tendenziell zu tief veranschlagt würden. Dies kann Isaak Meyer (FDP) im Moment akzeptieren, obwohl es gar nicht der Absicht des Rates entspricht. «Aber, Lohn-Ammannsegg ist nicht allein. Alle Gemeinden haben dieselben, unvorhersehbaren Probleme» lautete seine Argumentation.

Die budgetierten Zahlen sind das Ergebnis von Streichungen sowohl in der laufenden Rechnung wie auch bei den Investitionen. Im Verwaltungsbereich fiel die Realisierung einer neuen Internet-Präsenz mit eGov-Standards und einer modernen, dynamischen Struktur dem Rotstift zum Opfer. Beim Strassenunterhalt wurden Sanierungen und Markierungen teils gestrichen, teils verschoben. Die Feuerwehr musste ebenso Abstriche machen, wie der Bereich Schule und Freizeit.

Der Gemeinderat hat der Anpassung des Angebotes in der Musikschule zugestimmt. Damit ist ab Schuljahr 2012/13 der Instrumentalunterricht ab der 2. Klasse (bisher 3.) möglich. Die vorgegebenen Gruppenmindestgrössen sind Bedingung.