«Der Fuss- und Veloweg Oeschmatt ist ein Schlüsselprojekt für den Langsamverkehr im Wasseramt.» Dieses Zitat stammt von Regierungsrat Walter Straumann. Hans Ruedi Ingold (Gemeindepräsident Subingen) kann diese Aussage nur unterstützen. Das östlichste Teilstück des Weges ist bereits gebaut worden, mit der Erschliessung des gleichnamigen Quartiers, das in der Zwischenzeit fast vollständig überbaut ist. Der zirka 200 Meter lange Veloweg endet aber an beiden Seiten im Nichts. In Richtung Osten müsste eine Brücke über die Oesch gebaut werden, dann wäre man direkt beim Oberstufenzentrum oz13. Auch in Richtung Westen muss die Weiterführung des Weges, der später einmal auf dem Bahnhofplatz endet, zuerst noch gebaut werden.

Verschoben wegen Bundesbeitrag

Seit 2006 wird in Subingen über den Fuss- und Veloweg gesprochen. Seinerzeit wurde der Bau verschoben, weil die Gemeinde von Geldern aus dem Agglomerationsprojekt profitieren wollte. Mit diesem Veloweg eng verbunden ist die Umgestaltung des Knotens Kriegstettenstrasse/Bahnhofstrasse/Industriestrasse/Horriwilstrasse (Bahnhofplatz). Ohne gesicherte Querung über die Hauptstrasse macht die Langsamverkehrsachse wenig Sinn. Vom Bahnhofplatz aus soll der Langsamverkehr dann südlich der Bahnlinie weitergeführt und schliesslich via Brücke zur Erschliessung des Wissensteinfeldes bis nach Derendingen geführt werden. Damit müssten die Velofahrer nicht mehr via Luzernstrasse fahren. Zwar sind dort Radstreifen markiert. Trotzdem ist die Strecke nicht immer angenehm zu befahren, weil die Autos zum Teil mit 80 fahren dürfen und die Beleuchtung ausserorts fehlt.

Von Etziken her kann der Langsamverkehr die Hauptstrasse heute bereits vermeiden. Eine für den landwirtschaftlichen Verkehr zugelassene Strasse kann auch von den Velofahrern genutzt werden. Dieser Veloweg endet allerdings noch beim oz13 – wo die bereits beschriebene Oeschbrücke fehlt.

Auch Nord-Süd Massnahmen nötig

Bereits realisiert ist eine geschützte Querung der Luzernstrasse. Südlich der Luzernstrasse fahren vor allem die Schüler heute mit den Velos via Friedhofstrasse; nördlich werden die Schulhaus- oder Oeschstrasse genutzt.

Ein letzter eher gefährlicher Knotenpunkt für den Langsamverkehr besteht in Subingen bei der Einmündung der Inkwilerstrasse in die Deitingenstrasse. Platz- und Sichtverhältnisse sind eher schlecht. Eine Schutzinsel und eine Spur für Linksabbieger könnten hier Abhilfe schaffen. Die Pläne dafür liegen derzeit öffentlich auf, und die bauliche Umsetzung soll möglichst rasch erfolgen.

Sind die Projekte in Subingen und Derendingen realisiert, entsteht einer der längsten Velowege der Schweiz. «Nicht nur von Herzogenbuchsee nach Solothurn, sondern von Langenthal bis nach Yverdon», erklärt Hans Ruedi Ingold.