Niedergösgen
Zum zehnten und letzten Mal Feelgood - über 3500 feierten mit

Das Feelgood-Festival: In den letzten zehn Jahren war es aus dem Festival-Sommer in der Region nicht wegzudenken. Die letzte Ausgabe beehrten viele Schweizer Top-Acts wie Patent Ochsner, Baschi, Florian Ast und Dodo - die Tickets waren am Samstag fast ausverkauft.

Rahel Bühler und Gabriela Strähl
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Letztes Feelgood-Festival im Niedergösger "Mösli", Samstag
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Am Familiennachmittag begeisterten Christian Schenker und die "Grüüveli-Tüüfeli" sowohl Kinder wie auch Eltern.
Wichtig: Ohren schützen.
Festwirtschaft auf dem Niedergösger "Mösli" - ob Hamburger, Gyros, Crèpe oder einfach ein kühles Getränk.
Die Coverband Strawberry Jam mit Sängerin Jesse Howe sorgten mit Klassikern aus Soul, Blues und Rock'n'Roll für Stimmung.
Lockere Stimmung auch bei Rapper Dodo.
Bei Hits wie "Hippie-Bus" und "Nagellack" machte das Publikum mit.
Voller Körpereinsatz bei der Bündner Band Liricas Analas.
Die drei Jungs am Mikrofon rappten in Rätoromanisch.
"Wer nicht mitmacht, ist doof", so Liricas Analas - und die Besucher machten mit.
Das Highlight war Patent Ochsner.
Die talentierten Musiker zeigten ihr Können in diversen Soloeinlagen.
Büne Huber appellierte an die jungen Festivalbesucher, selbst etwas auf die Beine zu stellen und das Feelgood-Festival fortzuführen.
 Eine Welle fürs OK (v.l.): Patrick Stampfli, Reto Meier, Daniela Brunner, Roger Brunner, Philipp Meier, Martin Meier, Michael Hüsler, Andreas Widmer.
Übers Trampolin freuten sich die jüngeren Besucher.
Mit viel Liebe zum Detail: Hinweisschilder.
Gute Stimmung auch auf dem Zeltplatz.

Letztes Feelgood-Festival im Niedergösger "Mösli", Samstag

Patrick Lüthy

Dodo hat es gemacht, Florian Ast und Patent Ochsner auch: Alle haben dem Publikum «Bis zum nächsten Mal» zugerufen. Unglückliches Versehen oder vielsagendes Versprechen für 2017? Das OK hat sich zwar vor dem letzten Konzert vom Publikum verabschiedet und betont, dass die diesjährige Ausgabe die Letzte sein wird.

Doch spätestens nachdem Büne Huber an die jungen motivierten Festivalbesucher appellierte, bald wieder etwas auf die Beine zu stellen, mag sich manch einer gefragt haben, ob es wirklich das Letzte sein wird? Die Zukunft wird es zeigen. Schauen wir erst einmal auf die diesjährige Ausgabe zurück.

Programm für Jung und Alt

Das Mösli war in Feierlaune – und wie. Der Samstag startete mit dem Familiennachmittag. Zuerst sorgten Hilfssheriff Tom und Christian Schenker & Grüüveli Tüüfeli für gute Laune bei gross und klein. Am frühen Nachmittag suchten Bluesklänge das Mösli heim: Pascal Geiser, mit Anzug und Hut, sorgte mit seiner Musik für gute Stimmung unter den Besuchern.

Unmittelbar nach seinem Konzert war das gute Wetter erst einmal passé: Dicke Regenwolken entleerten sich über dem Mösli. Auch der eine oder andere Donnerschlag war zu hören, weshalb die Besucher kurzfristig in die Zelte flüchteten. Glücklicherweise blieb es bei kurzen Schauern und als Anna Känzig die Bühne betrat, spielte das Wetter bereits wieder mit. Das Intro mit Rauch und das Bühnenbild mit drei weissen Dreiecken stimmten auf die Show der Zürcherin ein. Sie überzeugte mit ihrer Stimme, auch wenn die eher ruhigeren Melodien nur wenige Festivalbesucher zum Mittanzen bewegen konnten.

Ausgelassene Stimmung

Spätestens mit dem Auftritt der Coverband Strawberry Jam und Sängerin Jesse Howe, die unter anderem Songs von Tina Turner und Michael Jackson zum Besten gaben, war die Festival-Stimmung zurückgekehrt. Daran knüpfte Rapper Dodo an, der mit seinen sommerlichen Melodien eine lockere Atmosphäre auf dem Festivalgelände verbreitete. Bei Hits wie «Nagellack» und «Hippie-Bus» wippte vom Kind bis zum Grosi jeder mit.

Das Publikum definitiv zum Tanzen mitzureissen vermochten Liricas Analas. Mit der vierköpfigen Gruppe war zum ersten Mal in der Feelgood-Geschichte die vierte Landessprache, nämlich das Rätoromanische, vertreten. Dass der Funke auf die Besucher übersprang, lag einerseits an ihren mitreissenden Melodien, andererseits an ihrer Bühnenpräsenz – die drei Jungs am Mikrofon hüpften und tanzten von der einen Seite zur anderen. «Wer nicht mitmacht, ist doof», so ihr Aufruf. Und tatsächlich streckte daraufhin die grosse Mehrheit des Publikums die Flammen ihrer Feuerzeuge in die Dämmerung.

Letzte Klänge - "Scharlachrot"

Der Höhepunkt des Abends war zweifellos Patent Ochsner. Die begnadeten Künstler zeigten ihr Können immer wieder in Soloeinlagen. Bei praktisch allen Liedern, darunter Klassiker wie «Fischer» und «Trybguet» sang das Publikum lauthals mit. Gänsehautfeeling dann bei «W. Nuss vo Bümpliz», als die Band für gut eine halbe Minute keinen Ton mehr spielte und die Besucher wie aus einer Kehle weitersangen. Sänger Büne Huber nutzte die Gelegenheit sowohl um dem Publikum politische Aussagen näherzubringen, als auch um sein Bedauern über das Ende des Feelgood-Festival auszudrücken.

Nach einem tosenden Applaus schloss Patent Ochsner das diesjährige Feelgood-Festival mit dem Song «Scharlachrot», bevor die Besucher noch bis in die frühen Morgenstunden auf dem Gelände feiern konnten. Zum – wie es vorerst aussieht – letzten Mal.

Rahel Peter, Willisau LU «Ich habe heute gearbeitet und hatte keine Zeit mehr, die Schuhe zu wechseln.»
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Martin Kupferschmid, Walterswil «Ich habe mir die Edelweiss-Schuhe letztes Jahr als Gag fürs Feelgood gekauft. Und trage sie auch dieses Jahr wieder.»
Lea Lingg, Grossdietwil LU «Flip-Flops sind bequem und bei gutem und schlechtem Wetter geeignet. Nasse Füsse kriegt man bei Regen ja sowieso.»
Thomas Gerber und Priska Bühler, Herzogenbuchsee BE «Wir tragen Trekkingschuhe, weils regnet.»
Fabienne Staub, Schönenwerd «Adiletten sind die bequemsten Schuhe für ein Open Air.»

Rahel Peter, Willisau LU «Ich habe heute gearbeitet und hatte keine Zeit mehr, die Schuhe zu wechseln.»

Umfrage: RB/GS

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