Schönenwerd

Zum 14. Mal verwandeln Kunstschaffende die Fabrikhalle in eine Galerie

In der ehemaligen Fabrikhalle entfalten die rund 200 Werke von Künstlern aus der Region eine einzigartige Wirkung. Im Vordergrund die Chromstahl-Würfel von Romeo Gorza.

In der ehemaligen Fabrikhalle entfalten die rund 200 Werke von Künstlern aus der Region eine einzigartige Wirkung. Im Vordergrund die Chromstahl-Würfel von Romeo Gorza.

In der Shedhalle eröffnet am Donnerstag die 14. Kunstausstellung mit Werken von zehn Kunstschaffenden.

Bereits zum 14. Mal verwandelt sich die Shedhalle in Schönenwerd in eine Galerie. Die Kunstausstellung mit dem Titel «Künstlerhände – Mani d’artista», die heute Abend mit einer Vernissage eröffnet, zeigt Werke von zehn Künstlern aus der Region. Wie in den Jahren zuvor wird die Schau von den Künstlern Jürg Meyer sowie Oliviero und Romeo Gorza organisiert. 2008 erhielten sie für ihr kulturelles Engagement den Prix Wartenfels. Zur letzten Ausstellung vor zwei Jahren kamen laut Jürg Meyer rund 800 Besucherinnen und Besucher.

Die Gruppenausstellung besticht nicht zuletzt durch die Grösse der ehemaligen Fabrikhalle aus den 1970er-Jahren, in der sie untergebracht ist. Die gegen 200 Arbeiten erhalten darin genug Raum, um Wirkung entfalten zu können. Während den vier Ausstellungstagen von heute Donnerstag bis kommenden Sonntag wird in der Halle auch eine Bar betrieben, die Vernissage wird ausserdem musikalisch untermalt vom Aarauer Vibrafonisten und Perkussionisten Erich Fischer. Bei Kunst und Kultur lässt es sich hier gut einige Stunden verweilen.

Einblicke in die Schaffenskunst

Auch die zwei an die Halle angrenzenden Künstlerateliers sind während der Ausstellungsdauer für die Besucher geöffnet. Sie geben Einblick in das Schaffen der Malerin Barbara Mäder und der Gebrüder Gorza, die mit Metall arbeiten. Des Weiteren werden Arbeiten von Jürg Meyer, Salam Ahmad, Emanuela Bottana, Jacques Neukomm, Sabina Schwaar, Salvatore La Cola und Vincenzo Cosentino gezeigt.

Unterschiedliche Techniken

Die Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit den unterschiedlichsten Materialien und Techniken. Ins Auge stechen Romeo Gorzas eingedellte Chromstahl-Würfel, manche von ihnen sind verrostet. Vincenzo Cosentino malt Frauenkörper, interessanter sind jedoch seine Obst-Stillleben auf schwarzem Grund. Emanuela Bottana überrascht mit aufwändigen Mosaikgebilden, etwa einer Forelle in Lebensgrösse. Jürg Meyer wirft in seinen Gemälden einen Blick zurück, nach dem Motto «Weil alles nichts ist, ist nichts alles». Ausserdem hat ihn der Kontakt zum syrischen Maler Salam Ahmad zu Bildern von Menschen auf der Flucht inspiriert. Ahmad, der 2014 in die Schweiz flüchtete und heute mit seiner Familie in Wangen bei Olten lebt, ist unter anderem mit Porträtgemälden an der Ausstellung präsent. Salvatore La Colas gesellschaftskritische Ölgemälde wirken auf den zweiten Blick verstörend. Sabina Schwaar schafft aus verschiedenen Naturmateralien «Pausenbrote für Herz und Seele», wie sie sie nennt. Oliviero Gorza ist bekannt für seine Bronze-Skulpturen, Jacques Neukomm stellt Skulpturen und Bewegungsstudien aus.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1