Trimbach

Zeit für getrennte Duschen: Sanitäre Anlagen der Mühlematt-Turnhalle werden saniert

Erhält neue Toiletten und Duschen: die Mühlematt-Turnhalle.

Erhält neue Toiletten und Duschen: die Mühlematt-Turnhalle.

Die «Gmeind» Trimbach bewilligt an der Gemeindeversammlung die neuen sanitären Anlagen für die Mühlematt-Turnhalle.

Die erste Gemeindeversammlung unter der Leitung des neuen Gemeindepräsidenten Martin Bühler verlief praktisch ohne Diskussionen. Lediglich zum Investitionskredit für die Sanierung der sanitären Anlagen in der Mühlematt-Turnhalle über 680'000 Franken und zum Budget 2018 gab es Fragen aus dem Publikum.

Saniert werden sollen in der Mühlematt-Turnhalle die Toiletten sowie die Duschen. Der Grund: Momentan gibt es nur eine Dusche, Jungen und Mädchen müssen sich diese teilen. Ausserdem sind die Toiletten so konzipiert, dass die Mädchen durch die Toilette der Jungen gehen müssen, um zum Damen-WC zu gelangen. «In der heutigen Zeit geht so etwas einfach nicht mehr», so Martin Bühler. Auch die hygienischen Standards können nicht mehr erfüllt werden. Der Gemeinderat beantragte deshalb den Kredit für Sanierung der sanitären Anlagen inklusive Garderoben, die restlichen Räume im Untergeschoss hingegen wolle man noch nicht umbauen.

Dies störte einen Anwesenden. Er fragte, weshalb man nicht gleich alles in einem erledige und den Bereich zu Schulraum umbauen wolle. Beatrice Widmer Strähl, Gemeinderätin Ressort Bildung, erklärte, dass die Schulraumplanung noch nicht abgeschlossen sei. Daher mache es keinen Sinn, Geld zu investieren, das man allenfalls für andere Schulstandorte besser hätte einsetzen können. Mit dieser Erklärung konnte der Kredit einstimmig bewilligt werden.

Infogram: Budget Trimbach

Apple-Produkte für die Schüler

Zur Einführung in das Traktandum «Budget 2018» machte Gemeinderätin Silvia Lehmann darauf aufmerksam, dass nur ein Prozent aller Stimmberechtigten zur Gemeindeversammlung kamen und somit über die Zukunft Trimbachs entscheiden. Sie rief dazu auf, als Neujahrsvorsatz einige Mitbürger zu motivieren, Gemeindeversammlungen zu besuchen.

Auch beim Budget 2018 war die Schule ein Thema: Für die Umsetzung des ICT-Konzepts ist ein Verpflichtungskredit von 132'100 Franken budgetiert, der für die Anschaffung von MacBooks und iPads verwendet werden soll. Ein Einwohner wunderte sich, ob es vorgeschrieben sei, Apple-Produkte zu kaufen. Auch dafür hatte Widmer-Strähl eine Antwort: Man richte sich bei der Ausführung der Vorgaben nach den Empfehlungen des Kantons. Ausserdem sei die vorgeschlagene Variante die kostengünstigste und beste Alternative. Schliesslich konnte auch das Budget 2018 einstimmig angenommen werden. Es weist einen Ertragsüberschuss von 23'758 Franken auf.

Die anderen Traktanden gaben keinen Grund für Fragen aus dem Publikum. Die Teilrevision der Richtlinien für Schulveranstaltungen, die Totalrevision des Musikschulreglements, die Teilrevision der Dienst- und Gehaltsordnung sowie die Erneuerung der Schulverträge der Sek 1 mit Hauenstein-Ifenthal und Wisen wurden ohne Gegenstimmen bewilligt.

Nicht genug Geld in der Wanne

Zum Schluss gab Gemeindepräsident Martin Bühler noch Auskunft über die Finanzplanung 2018 bis 2022. Er verbildlichte die finanzielle Situation Trimbachs mit einer Badewanne, bei der oben Geld hinein- und unten Geld hinausfliesst. Die Wanne wird zum grössten Teil durch Steuereinnahmen und den Finanz- und Lastenausgleich gefüllt. Zum Abfliessen führen hauptsächlich die soziale Sicherheit und die Bildung. Nur einen kleinen Teil machen die Investitionen aus. Dies aber nur, weil man in den letzten Jahren nur das Allernötigste gemacht habe.

Somit kam Bühler zur Problematik bis 2022: Während der nächsten Jahre fallen Investitionen von rund 35 Millionen Franken an – mehr als eine ganze Badwannenfüllung. «Selbst, wenn wir ein ganzes Jahr gar nichts ausgeben würden, würde das Geld also nicht reichen», erklärte er. Der Gemeinderat müsse sich also daran machen, die Investitionen unter die Lupe zu nehmen und diese zu priorisieren. Bis zur nächsten Gemeindeversammlung sollen dazu Informationsanlässe durchgeführt werden.

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