Winznau

Zähes Ringen um Gebühren für Gräber und Sanierung des Schulhauses

Winznaus Gemeindepräsident Daniel Gubler (2.v.l.) verabschiedete an der Gemeindeversammlung Anton Portmann (l.), Gisela Stoll und Heinz Dietschi.

Winznaus Gemeindepräsident Daniel Gubler (2.v.l.) verabschiedete an der Gemeindeversammlung Anton Portmann (l.), Gisela Stoll und Heinz Dietschi.

Die Gemeindeversammlung Winznau zog sich über drei Stunden. Diskutiert wurden die Totalrevision des Friedhof- und Bestattungsreglements und den Kredit für die Sanierung des Schulhauses.

«Ich glaube, das ist ein neuer Rekord», meinte Gemeindepräsident Daniel Gubler gegen Ende der Gemeindeversammlung. Rekordverdächtig lange war diese denn auch: Drei Stunden wurde diskutiert, beantragt, abgelehnt und teils sogar zugestimmt. Mehr als die Hälfte der Zeit war den ersten beiden Traktanden gewidmet.

Zum einen war dies die Totalrevision des Friedhof- und Bestattungsreglements. Ab 2018 sollen auf dem Winznauer Friedhof Beisetzungen im neuen Gemeinschaftsgrab möglich sein. Auch die Gebühren der anderen Grabarten wurden in diesem Zusammenhang überprüft und angepasst. Dies teils happig, was bei einigen Einwohnern zu Unmut führte. Die Erdbestattung für ortsansässige Erstverstorbene soll neu 1500 Franken kosten. Vorher waren es noch 150 Franken.

Paul Dietschi beantragte daher eine Senkung auf 1000 Franken – ohne Erfolg. Einige sprachliche Änderungen im Reglement wurden hingegen angenommen. Unter Berücksichtigung aller Anträge fand das Geschäft schliesslich Zustimmung.

Infogram: Budget Winznau

Kredit für Schulhaussanierung

Auch beim Kreditantrag für die zweite Etappe der Sanierung des alten Schulhauses hatte Paul Dietschi einen Antrag parat. Ohne vollständige Schulraumplanung 290'000 Franken zu investieren, sei sinnlos, meinte er und beantragte, stattdessen 20'000 Franken für eine Minimalvariante als Übergangslösung zu genehmigen.

Der Gemeinderat solle derweil eine Planungskreditvorlage unter Berücksichtigung aller Baumassnahmen sämtlicher Schulgebäude ausarbeiten. «Das ist ein sehr sportliches Vorgehen», fand Gubler, und liess über den Antrag entscheiden. Die 5 Ja-Stimmen reichten jedoch nicht, um die 30 Nein-Stimmen zu übertrumpfen. Der Kredit über 290'000 Franken wurde schliesslich mit 33 Ja-Stimmen genehmigt.

Die weiteren Traktanden konnten etwas schneller abgehandelt werden. Das Gemeindebudget 2018 mit einem Überschuss von 5428 Franken sowie das Budget der Sozialregion Olten wurden klar genehmigt.

Zum Schluss verabschiedete Gemeindepräsident Daniel Gubler Gemeinderätin Gisela Stoll sowie Anton Portmann (Vizepräsident Werkkommission) und Heinz Dietschi (Aktuar Planungskommission), bevor die Kerzen des Weihnachtsbaums angezündet und schliesslich um 23 Uhr zum Apéro übergegangen wurde.

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