Stimmungsvoll herbstlich präsentierte sich am Donnerstagmorgen der Wald über dem Mühletäli Olten, als sich die Zivilschützer der Region Olten zu ihrem zweitägigen WK besammelten. Nach einer kurzen Begrüssung durch den Zivilschutzchef der Region Olten, Franco Giori, gingen die Teilnehmer motiviert an die praktische Arbeit.

Einsatzleiter Boris Braun und seine Stellvertreter Michael Thut und Marcel Clopath erklärten den Sinn der Übungen im Gelände. Das 30-jährige Pioniermaterial sei nun im ganzen Kanton für rund 3,5 Mio. Franken ersetzt worden. Dies für 28 Pionierzüge im Kanton, davon 6 in der Region Olten.

Damit nun die 200 Pioniere aus den Gemeinden Olten, Dulliken, Starrkirch-Wil, Wangen, Rickenbach, Hägendorf, Kappel, Gunzgen, Boningen, Trimbach, Hauenstein-Ifenthal und Wisen das neue Material optimal kennen lernen konnten, findet die WK-Arbeit an möglichst realitätsnahen Orten statt. So hatten die Zivilschützer die Gelegenheit, das neue Spitz-, Trenn- und Pumpmaterial unter erschwerten Bedingungen bedienen zu lernen. Die Geräte selbst werden so laut Giori einem Härtetest unterzogen. Mit dem Einsatz im Gelände würde eine mögliche Ernstsituation simuliert, wo es darum gehe, Personen aus Trümmern zu befreien oder Hochwasser bei Überschwemmungen zu dämmen.

Die Pioniere sind zwischen 20 und 40 Jahre alt und kommen aus unterschiedlichsten Berufsgattungen. Ob Informatiker, Musiker, Logistiker oder Mechaniker, alle gingen mit viel Einsatz an ihre Aufgabe im Mühletäli. Da wurde Felsmaterial weggespitzt, Schlamm weggeschaufelt, Wasser über Umleitungen weggepumpt, Geröll umgelagert. Als ein Zugführer meinte: «Wächslet doch wieder mou i dr Arbeit ab», gab ein Zivilschützer am elektrischen Meisselhammer zur Antwort: «Wart no chli, das macht mir Spass!» Auch der kantonale Zivilschutzchef Peter Huber und Iris Schelbert als Oltner Stadträtin Öffentliche Sicherheit hatten ihre helle Freude an der gelungenen Übungsanlage und der Motivation der Zivilschützer.